Baukonzerne
ACS erhöht Hochtief-Anteil auf 30 Prozent

Der spanische Baukonzern Actividades de Construcciones y Servicios (ACS) hat seinen Anteil am deutschen Bau- und Dienstleistungskonzern Hochtief auf rund 30 Prozent erhöht. Mit einer Übernahme durch den spanischen Baukonzern rechne das im MDax notierte Unternehmen nicht.

HB ESSEN/MADRID. "Wir haben keine Kenntnis, dass ACS etwas am Status quo ändern will", sagte ein Sprecher am Montag auf Anfrage. Der spanische Großaktionär hatte mitgeteilt, seine indirekte Beteiligung von 4,9 Prozent in eine direkte umgewandelt zu haben. Damit kontrolliere das Unternehmen rund 30 Prozent an Hochtief. Die Hochtief-Aktie fiel in einem sehr schwachen Markt um rund vier Prozent.

ACS war im März 2007 bei den Essenern eingestiegen. Die Spanier hatten für rund 1,3 Mrd. Euro den Hochtief-Anteil von 25,08 Prozent der Beteiligungsgesellschaft Custodia des Milliardärs August von Finck übernommen. ACS hatte damals zugesichert, den Anteil am deutschen Konkurrenten nicht aufstocken zu wollen.

ACS hat Hochtief zugesagt, den größten deutschen Baukonzern nicht übernehmen zu wollen. "ACS hat uns auch nach Ausübung des Calls versichert, dass keine Übernahme geplant ist", sagte ein Hochtief-Sprecher am Montag. "Darauf vertrauen wir." ACS hatte jüngst seinen Anteil an Hochtief durch ein Optionsgeschäft um 4,9 Prozent auf 29,98 Prozent aufgestockt. Hochtief braucht grade mit Blick auf sein Dienstleistungsgeschäft, bei dem der Konzern häufig mit der öffentlichen Hand zusammenarbeitet, Sicherheit über seine Anteilsstruktur. Bei Eigentümerwechseln können Verträge vorzeitig beendet werden.

Außerdem gab Hochtief einen neuen Großauftrag bekannt: Der Konzern beteiligt sich am Bau einer Schrägseilbrücke und der Sanierung einer Autobahn in Kanada. Das Projekt im Auftrag der Provinz British Columbia habe einen Wert von insgesamt mehr als 1,5 Milliarden Euro. Der Anteil der Hochtief-Tochter Flatiron belaufe sich auf 27,5 Prozent, also etwa 412,5 Millionen Euro. Mit der neuen Port Mann Bridge soll sich die Zahl der Fahrspuren über den Fraser River bis zum Jahr 2013 von vier auf zehn erhöhen. Der zu sanierende Autobahnabschnitt auf beiden Seiten des Flusses hat den Angaben zufolge eine Länge von etwa 37 Kilometern.

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