Baukonzerne
Hochtief sieht sich von Krise nicht betroffen

So verbreitet man Optimismus in der Krise: Der größte deutsche Baukonzern Hochtief sieht sich von der Finanz- und Wirtschaftskrise derzeit nicht betroffen. Bisher stimmen die Zahlen offenbar.

HB DÜSSELDORF. Das Unternehmen verfüge noch über einen sehr hohen Auftragsbestand und habe sowohl im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2008 als auch im Januar 2009 weiterhin gute Auftragseingänge verzeichnen können, sagte Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter am Mittwochabend in Düsseldorf. "Die Pipeline ist bei uns nicht abgerissen", sagte er.

Der Konzern sehe in der derzeitigen Krise jedoch auch eine "erhebliche Chance" durch nationale Konjunkturprogramme. "Egal wie die Programme aussehen, wir sind so aufgestellt, dass wir davon profitieren können", sagte er. Dies gelte auch für die USA, wo das Unternehmen mit zwei Töchtern auf dem Baumarkt vertreten sei. An der Börse reagierte die Hochtief-Aktie kaum und notierte gegen Mittag bei 25,80 Euro.

Rückblickend auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 sagte Lütkestratkötter, Hochtief könne die Prognosen für das Jahresergebnis einhalten. Genaue Zahlen will das Unternehmen im kommenden Monat vorlegen. "Sie dürfen davon ausgehen, dass sich das unverändert in den Jahresabschlusszahlen wiederfinden wird", betonte er. Hochtief hatte für 2008 einen nicht näher bezifferten Anstieg des Konzerngewinns über dem Vorjahreswert von 140,7 Mio. Euro sowie ein Plus bei Auftragseingängen und Umsatz angekündigt.

Der Hochtief-Chef zeigte sich überzeugt, dass auch die für 2009 angekündigte Wende hin zu schwarzen Zahlen auf dem deutschen Baumarkt gelingen werde. Bislang hat das Baugeschäft im Ausland mit Tochterfirmen in den USA und Australien für Gewinne gesorgt. Im Ausland erreicht der Konzern 85 Prozent des Umsatzes.

Es bleibe das Ziel, auch in Deutschland am Bau schwarze Zahlen zu schreiben, sagte Lütkestratkötter. Vor allem durch Verluste in Deutschland hatte das Unternehmen 2007 in seinem europäischen Baugeschäft ein Minus von 149,4 Mio. Euro ausgewiesen. Auch für 2008 hat Hochtief bereits einen Verlust vor Steuern von "maximal 60 Mio. Euro" angekündigt.

Neben dem Baugeschäft ist Hochtief unter anderem im internationalen Flughafengeschäft aktiv und bietet Gebäude- Dienstleistungen an.

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