Baukrise setzt weiter zu - Stellenabbau erwartet
Walter Bau dreht nochmals an Kostenschraube

Walter Bau sieht in diesem Jahr noch keine durchgreifende Erholung in der Branche. Daher will der Baukonzern die Kapazitäten nochmals verringern und in diesem Jahr weitere Stellen abbauen.

HB MÜNCHEN. „Wir reden hier über selektive regionale Anpassungen“, sagte der neue Finanzvorstand des Unternehmens, Christian Fischer, am Dienstag in München. Dabei ließ er den genauen Umfang der Maßnahmen offen. Bereits 2003 verringerte sich die Zahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt von rund 11 500 auf gut 10 000, nachdem das Unternehmen noch vor einem Jahr erklärt hatte, die Anpassungen seien im wesentlichen abgeschlossen.

Für dieses Jahr sieht Walter Bau noch keine durchgreifende Erholung in der Branche und rechnet mit einem weiter rückläufigen Geschäft. Die Bauleistung werde voraussichtlich von knapp 3,1 Mrd. € im vergangenen Jahr (2002: 3,3 Mrd Euro) auf rund 2,8 Mrd. € zurückgehen, sagte Vorstandschef Wolf Fitzner. Für die einzelnen Geschäftssegmente erwartet er überwiegend Ergebnisverbesserungen, so etwa im Schlüsselfertigbau, der auch künftig größte Konzernsparte bleibe. Allerdings müsse der Bereich weiter an die Gegebenheiten angepasst werden: „Das Marktsegment bleibt auch vor dem Hintergrund der weiter rückläufigen Nachfrage im Wirtschaftsbau schwierig.“

Für das Geschäftsfeld Bau Ausland, das 2003 noch durch die Restrukturierungsaufwendungen vor allem in Australien und Kanada belastet gewesen sei, erwartet Fitzner in diesem Jahr die Ertragswende. Das Segment weitete 2003 seine Verluste mit einem negativen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 25 Mill. (Vorjahr: minus 19 Mio) Euro aus. Dabei schlug vor allem der gescheiterte Verkauf der australischen Tochter WCG mit Belastungen in Höhe von 26 Mill. € zu Buche.

Trotz der weiter rückläufigen Bauleistung will das Unternehmen sein operatives Ergebnis (Ebit) in diesem Jahr verbessern. 2003 stieg das Ebit um 10,8 Mill. auf 25,4 Mill. €. Der Jahresüberschuss lag bei 2,1 Mill. (Vorjahr: 0,2 Mio) Euro. Fitzner stellte für 2004 für alle sechs Sparten des Konzerns schwarze Zahlen in Aussicht. „Wir haben im ersten Quartal im Ergebnis im Plan abgeschlossen und liegen mit der Bauleistung in den ersten drei Monaten über Plan.“ Genaue Zahlen wurden nicht genannt.

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