Baumaschinenfirma
Wacker Neuson streicht Investitionen zusammen

Da nutzen auch die staatlichen Investitionsmaßnahmen nichts: Der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson stellt sich auf ein schwieriges Jahr ein und streicht sein Investitionsbudget zusammen. Langfristig gibt sich der Konzern aber optinmistisch.

HB MÜNCHEN. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die fusionierte Firma nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 870,3Millionen Euro, wie Wacker Neuson am Montag mitteilte. Auf Proforma-Basis entspricht das einem Rückgang von gut 109 Mio. Euro. Der operative Gewinn (Ebitda nach Kaufpreisallokation) brach auf vergleichbarer Basis um gut ein Drittel auf rund 100 Mio. Euro ein. Wacker hatte sich 2007 mit dem österreichischen Konkurrenten Neuson Kramer zusammengeschlossen.

Obwohl die langfristigen Geschäftsperspektiven intakt seien, leide die Baubranche auf absehbare unter der Konjunkturflaute. "Aufgrund dieser Unsicherheiten blickt der Konzern sehr zurückhaltend auf die Entwicklung im Geschäftsjahr 2009 und wird vorerst keine Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgeben", hieß es. Das Unternehmen ziehe daher die Kostenschraube weiter an. Das Investitionsbudget sei um 40 Prozent gekürzt worden. In drei Werken in Deutschland und Österreich werde kurzgearbeitet. Bereits im Herbst hatte Wacker Neuson die Schließung seines Werks im britischen Tredegar angekündigt.

DZ-Bank-Analyst Karsten Oblinger lobte zwar die Ergebnisse für 2008, blieb aber angesichts der düsteren Aussichten reserviert. "Bei dem gegenwärtigem Marktumfeld für Baumaschinen sind die Zahlen nicht schlecht", urteilte er. Allerdings empfahl er Anlegern auf absehbare Zeit, die Aktie des Münchener Unternehmens zu verkaufen.

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