Baumaschinenhersteller
Wacker Neuson schreibt Verluste

Wacker Neuson braucht offenbar neue Aufträge, im Zweifel indirekt durch das Konjunkturpaket der Regierung. Denn der Baumaschinenhersteller ist nach einem Nachfrageeinbruch im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Noch schlimmer ist, dass eine Besserung frühestens 2010 eintreten soll.

HB FRANKFURT. "Wir gehen weiter von einer rückläufigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2009 aus und können aus heutiger Sicht einen Verlust im ersten Halbjahr nicht ausschließen", erklärte Vorstandschef Georg Sick am Donnerstag. Eine Prognose für das Gesamtjahr wagte er nicht. Mit einer Eigenkapitalquote von gut 77 Prozent und einer konstant niedrigen Verschuldung sei die Finanzlage aber stabil.

Im ersten Quartal brach der Umsatz um 40 Prozent auf 137,3 Mio. Euro ein. Nach Steuern verbuchte die vor zwei Jahren aus der Fusion der Konkurrenten Wacker Construction und Neuson Kramer entstandene Firma einen Verlust von 16,6 Mio. Euro. Im Vorjahr war ein Gewinn von 12,3 Mio. Euro angefallen. Die Restrukturierung habe das Ergebnis mit fünf Mio. Euro belastet. "Wir haben unsere Sparmaßnahmen intensiviert", sagte Sick. Dazu gehöre die Kürzung der Investitionen um 40 Prozent, Kurzarbeit und Personalabbau. Von den weltweit 3670 Stellen könnten bis zu 770 wegfallen, rund 100 davon in Deutschland.

"Wir gehen weiterhin davon aus, dass der Abschwung der Bauwirtschaft bis in Jahr 2010 dauert", prognostizierte Sick. Dann erst würden sich die staatlichen Konjunkturprogramme positiv auswirken. Die im SDax gelisteten Aktien des Münchener Konzerns verloren gut zwei Prozent auf 6,27 Euro.

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