Baumaschinenhersteller
Wacker Neuson streicht jede fünfte Stelle

Der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson erwägt angesichts der lahmenden Bauwirtschaft den Abbau jeder fünften Stelle. Von den weltweit 3670 Arbeitsplätzen könnten in diesem Jahr bis zu 770 wegfallen, rund 100 davon in Deutschland.

HB MÜNCHEN. Zunächst sollten aber alle anderen Möglichkeiten wie Kurzarbeit ausgeschöpft werden. In Deutschland werde bereits vor allem in den Fabriken im bayerischen Reichertshofen und Pfullendorf in der Nähe des Bodensees weniger gearbeitet. Zudem sollten die Investitionen um 40 Prozent auf 60 Mio. sinken.

In einigen Abteilungen wie Verkauf oder Entwicklung werde weniger hart auf die Kostenbremse getreten. „Diese Zeiten sind immer gut, um Marktanteile zu gewinnen“, sagte Sick. Welche Summe Wacker Neuson 2009 einsparen wolle, wollte der Konzernchef nicht verraten. 2008 war der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf 37,4 Mio. Euro eingebrochen. Die Dividende wurde auf 0,19 von 0,50 Euro je Aktie gekürzt. Der Umsatz kletterte wegen der Fusion mit der österreichischen Firma Neuson Kramer um 17 Prozent auf 870 Mio. Euro.

Eine konkrete Prognose für 2009 wollte Sick nicht abgegeben. Angesichts der mauen Konjunktur könnten Quartale mit Verlusten nicht ausgeschlossen werden. „Wir mussten aber noch nie in der 160-jährigen Geschichte einen Jahresverlust ausweisen“, erklärte er mit Verweis auf die Vorgängerfirma Wacker Construction.

Von den in einigen Ländern aufgelegten staatlichen Konjunkturprogrammen sei zunächst nicht viel zu erwarten; die positiven Auswirkungen dürften erst Ende des Jahres spürbar werden. Deshalb rechne er frühestens 2010 mit einer Belebung. Die im Kleinwertesegment SDax gelistete Wacker-Aktie verlor 1,4 Prozent auf 5,54 Euro.

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