Baumaschinenkonzern
Caterpillar kämpft mit Auftragsflaute

Schlechtes Jahr für Caterpillar: Rohstoffkonzerne erschließen kaum neue Minen und brauchen daher keine neuen Bagger. Der Baumaschinenkonzern setzt daher die Produktion teils aus und entlässt viele Mitarbeiter.
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PeoriaDer weltgrößte Baumaschinen-Hersteller Caterpillar kämpft mit einer Flaute. „Es war ein schmerzvolles Jahr“, erklärte Konzernchef Doug Oberhelman am Mittwoch. Da sich die Rohstoffkonzerne angesichts gesunkener Preise mit der Erschließung neuer Minen in Australien und Asien zurückhalten, sind vor allem die Bestellungen aus dem Bergbau eingebrochen: Es werden weniger Radlader oder Muldenkipper gebraucht.

Im dritten Quartal brachen Umsatz und Gewinn so stark ein, dass der Konzern bereits zum dritten Mal in diesem Jahr seine Prognose kappen musste. Oberhelman geht nun davon aus, dass am Ende des Jahres die Verkäufe um 11 Milliarden Dollar (8 Milliarden Euro) unter dem Wert von 2012 liegen werden. Das wäre ein Rückgang um 17 Prozent. Die Aktie fiel im frühen New Yorker Handel um 6 Prozent.

Leidtragende der Entwicklung sind die Mitarbeiter: Die Produktion in mehreren Werken ist ausgesetzt, 13.000 Leute wurden entlassen, Sonderzahlungen zusammengestrichen. „Uns geht es aber immer noch besser als unseren Konkurrenten, auch denen in China“, erklärte der Konzernchef.

Caterpillar hatte schwer unter der Wirtschaftskrise vor vier Jahren gelitten, sich dann aber auch rasch erholt. Das Management erwartet für das kommende Jahr ein besseres Klima, verwies aber auf „deutliche Risiken und Unsicherheiten, die das weltwirtschaftliche Wachstum bremsen könnten“. Genannt wurden die Finanzstreitigkeiten in den USA, die Lage in Europa und Umwälzungen in China. Insgesamt erwartet Caterpillar ein stagnierendes Geschäft.

Jedoch wäre schon eine Stagnation ein Fortschritt: Im dritten Quartal war der Umsatz um 18 Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar zurückgegangen, der Gewinn brach um 44 Prozent auf 946 Millionen Dollar ein. Damit verfehlte der Konzern die Erwartungen der Anleger.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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