Baustoff-Konzern
Heidelcement leitet Verkauf der Ziegelsparte in die Wege

Der geplante Verkauf der Ziegelsparte von Heidelberg-Cement geht voran. Es wird aber offenbar noch eine Weile dauern, bis die Sparte auf den Markt kommt. Verfolgt werden zwei Optionen: ein Verkauf oder ein Börsengang.
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FrankfurtDer Baustoff-Konzern Heidelberg Cement treibt den geplanten Verkauf seiner Ziegelsparte voran. Die Deutsche Bank, Merrill Lynch, die Bank of America und BNP Paribas hätten den Auftrag bekommen, die Transaktion abzuwickeln, sagten zwei Personen mit Kenntnis des Vorgangs der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Es werde dann aber noch eine Weile dauern, bis die Sparte auf den Markt komme, sagte einer der Insider. HeidelbergCement-Chef Bernd Scheifele hatte die heiße Phase des Geschäfts, das der Konzern schon länger vorhat, für Herbst angekündigt. Verfolgt werden gleichzeitig zwei Optionen: ein Verkauf oder ein Börsengang, wahrscheinlich in den USA. Bei HeidelbergCement war keine Stellungnahme erhältlich.

Die vor allem in den USA angesiedelte Ziegelsparte hatten die Kurpfälzer, die ansonsten auf die Grundmaterialien Zement, Beton oder Sand und Kies spezialisiert sind, mit dem Kauf des britischen Baustoffkonzerns Hanson 2007 ins Programm genommen. Schon länger war klar, dass das Geschäft abgestoßen werden sollte. Doch das Platzen der Immobilienblase in den USA und Großbritannien durchkreuzte Scheifeles Plan. Inzwischen boomt der Markt dort wieder, so dass die Gelegenheit günstig ist, sich von dem Geschäft mit Backsteinen und Ziegeln zu trennen.

Bei rund einer Milliarde Dollar Umsatz liegt das operative Ergebnis der Sparte (Ebitda) nach Schätzung von Analysten bei 120 bis 150 Millionen Dollar im Jahr. HeidelbergCement könnte bei einem Verkauf Analystenschätzungen zufolge umgerechnet 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro einnehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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