Baustoffe
Heidelberg Cement verfehlt Erwartungen

Beim Baustoffkonzern Heidelberg Cement ist der Umsatz im letzten Quartal abgesackt. Die Erwartungen von Experten hat das Unternehmen damit nicht erfüllen können. 2010 soll es aber besser laufen. Das Unternehmen hofft sogar auf die Aufnahme in den DAX.
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HB STUTTGART. Der Baustoffkonzern Heidelberg Cement bekommt die Wirtschaftskrise massiv zu spüren. Umsatz und Ergebnis verfehlten die Erwartungen der Analysten.

Der Erlös sei in den Monaten Juli bis September auf 3,88 Mrd. Euro im Vorjahr gesunken. Auch der Überschuss ging zurück. Einzig das operative Ergebnis entwickelte sich mit 571 Mio. Euro (Vorjahr: 671 Mio. Euro) besser als von den Experten prognostiziert.

Vorstandschef Bernd Scheifele sagte, die operative Marge für das dritte Quartal 2009 habe bei 25,5 Prozent gelegen. „Das zeigt deutlich, dass sich die Effekte unserer umfassenden Kostensenkungsprogramme in der Ergebnisentwicklung zunehmend niederschlagen.“ Die Nettoverschuldung habe der Baustoffhersteller auf unter neun Mrd. Euro zurückführen können. Neben den Erlösen aus der Kapitalerhöhung vom September 2009 haben auch die Kostensenkungsprogramme und der Verkauf von nicht strategischen Geschäftseinheiten erheblich zur Schuldenreduzierung beigetragen.

Der Erlös durch die Ausgabe von neuen Aktien sei zur Rückzahlung von Schulden verwendet worden, sagte der Vorstandschef. Insgesamt erhöhte sich nach Abschluss der Kapitalerhöhung im Oktober 2009 der Streubesitz auf 75,6 Prozent; Ludwig Merckle hält laut HeidelbergCement einen Anteil von 24,4 Prozent. Das Unternehmen sieht nun gute Chancen in den Aktienindex Dax aufgenommen zu werden.

Scheifele geht auch für das letzte Quartal des Jahres 2009 von einem rückläufigen Umsatz aus: „Die Belebung in den asiatischen Märkten kann die anhaltende Schwäche in den übrigen Geschäftsregionen nicht ausgleichen“. Das operative Ergebnis werde trotz Kostensenkungen ebenfalls unter dem Vorjahr liegen. Für 2010 zeigte der Manager sich jedoch zuversichtlich: „HeidelbergCement ist mit signifikant verbesserter Finanzierungs- und Kostenstruktur gut aufgestellt, um im Jahr 2010 gestärkt aus der Krise hervorzugehen.“

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