Baustoffhersteller
Heidelberg-Cement verdient weniger

Deutschlands größter Baustoffhersteller Heidelberg-Cement hat im dritten Quartal weniger verdient als im Vorjahr. Gegen die Finanzkrise und die Konjunkturflaute konnten auch Sparmaßnahmen nicht genug ausrichten. Nun liegt umso mehr Hoffnung auf den Schwellenländern.

HB DÜSSELDORF/HEIDELBERG. Das operative Ergebnis sei auf 664 Mio. Euro gesunken, teilte die vom schwäbischen Großaktionär Adolf Merckle kontrollierte Gesellschaft am Mittwoch in Heidelberg mit. Die Analysten waren im Schnitt von 699 Mio. Euro ausgegangen. Im Vorjahreszeitraum hatte HeidelbergCement noch ein EBITDA von 716 Mio. Euro ausgewiesen. Die Ziele für das Gesamtjahr 2008 bestätigte HeidelbergCement.

Unter dem Strich betrug der Gewinn nach Minderheiten 310 Millionen Euro nach 526 Millionen ein Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte dank der milliardenschweren Übernahme des britischen Konkurrenten Hanson auf 3,881 (Vorjahr: 3.092) Milliarden Euro.

Auf die "deutliche Verschlechterung der internationalen Konjunktur" in den vergangenen habe Heidelberg-Cement mit zusätzlichen Sparmaßnahmen reagiert, teilte Heidelberg-Cement weiter mit. Wegen der massiven Einbrüche auf den Immobilienmärkten seien die Strukturen in den USA und Großbritannien bereits schon frühzeitig an das deutlich niedrigere Marktniveau 2008/2009 angepasst worden.

Die daraus resultierenden Kostensenkungen würden bereits teilweise im laufenden Jahr und voll 2009 wirksam. Mit dem bereits angekündigten "Fitnessprogramm 2009" wollen die Heidelberger weltweit Einsparungen von 250 Millionen Euro jährlich erzielen.

In den ersten neun Monaten 2008 stieg der Umsatz auf 10,809 (Vorjahr 7,254) Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte auf 1,552 (1,343) Milliarden Euro zu, während das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen auf 2,141 (1,721) Milliarden Euro kletterte. Der Gewinn nach Minderheiten stieg auf 1,985 (Vorjahr: 1,829) Milliarden Euro.

Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte HeidelbergCement. "Wir erwarten für das Gesamtjahr 2008 trotz der erheblich rückläufigen Entwicklung in den USA und Großbritannien weiterhin eine spürbare Verbesserung des Konzernumsatzes gegenüber dem Vorjahr", sagte Unternehmenschef Bernd Scheifele.

Der Anstieg sei auf positive Beiträge aus Europa und den Schwellenländern sowie auf die Hanson-Übernahme zurückzuführen. Der Bausstoffkonzern geht weiterhin davon aus, seine Ergebnisprognosen zu erreichen. Risiken lägen in den stark schwankenden Wechselkursen, volatilen Energiekosten und einer weiteren Eintrübung der Wirtschaftslage, hieß es.

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