Baustoffkonzern
Merckle ohne Sperrminorität bei Heidelcement

Der frühere Haupteigentümer von Heidelberg Cement, Ludwig Merckle, hat bei dem hoch verschuldeten Baustoffkonzern keine Sperrminorität mehr. Vor dem Verkauf von rund der Hälfte seiner Aktien und einer Kapitalerhöhung gehörten ihm 72 Prozent an dem Unternehmen.

HB HEIDELBERG. Ludwig Merckle, hält inzwischen nur noch 24,42 Prozent der Anteile von Heidelberg Cement. Dies teilte der Konzern am Dienstag in einer Pflichtmitteilung für die Börse mit. Ludwig Merckle, der Erbe des hoch verschuldeten Firmenimperiums seines Vaters Adolf, hat mit dem Teilausstieg rund 1,65 Mrd. Euro eingenommen.

Der Milliardenerlös könnte Merckle helfen, weniger von seinem Firmenimperium verkaufen zu müssen als befürchtet. Dazu gehört neben dem Ulmer Generika-Hersteller Ratiopharm, für den der Bieterprozess anläuft, auch der Pharma-Großhändler Phoenix. Schätzungen zufolge ist Merckle mit rund acht Mrd. Euro verschuldet. Nach Fehlspekulationen in der Finanzkrise forderten die Banken die Rückführung der Kredite. Adolf Merckle nahm sich Anfang des Jahres das Leben.

Heidelberg Cement hatte sich kürzlich durch eine Kapitalerhöhung 2,25 Mrd. Euro frisches Geld besorgt. Ende Juni hatte der Konzern mehr als elf Mrd. Euro Schulden bei den Banken.

Der Konzern hatte wegen der Übernahme seines britischen Konkurrenten Hanson hohe Verbindlichkeiten angehäuft. Auch die finanzielle Situation seines bisherigen Hauptaktionärs Merckle hatte dem Unternehmen schwer zu schaffen gemacht. Im Juni sicherte sich der Baustoffhersteller Geld bei den Banken. Es wurde ein Konsortialkredit in Höhe von insgesamt 8,7 Mrd. Euro bis 15. Dezember 2011 verlängert.

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