Baustoffkonzern plant Zukäufe in Osteuropa: Dyckerhoff baut kräftig Schulden ab

Baustoffkonzern plant Zukäufe in Osteuropa
Dyckerhoff baut kräftig Schulden ab

Dank steigender Zementpreise hat Dyckerhoff den Gewinn 2004 deutlich gesteigert und seine Nettoschulden fast halbiert. Für 2005 rechnet der zweitgrößte deutsche Baustoffkonzern aus Wiesbaden mit weiterem Wachstum und sieht wieder Spielräume für Zukäufe.

HB FRANKFURT. Bei den ins Auge gefassten Akquisitionen gehe es um die Wachstumsmärkte in Osteuropa und Russland, sagte ein Dyckerhoff-Sprecher am Mittwoch in Wiesbaden. „Auf Grund unserer besseren Finanzsituation sind wir der Meinung, dass wir wieder über Akquisitionen nachdenken können“, sagte er. Es gehe dabei nicht um eine Großakquisition wie 1999 mit der Übernahme von Lonestar in den USA, sondern eher um mehrere kleinere Zukäufe. In Osteuropa ist Dyckerhoff bisher in Polen, der Tschechischen Republik, der Ukraine und mit einem Werk in Russland präsent. Entscheidungen seien in diesem Jahr möglich.

Der Jahresüberschuss habe 2004 nach vorläufigen Berechnungen auf vergleichbarer Basis um 30 % über dem Vorjahresniveau gelegen, teilte Dyckerhoff mit. 2003 hatte das von der italienischen Baustoffgruppe Buzzi Unicem kontrollierte Unternehmen 219 Mill. € Buchgewinn aus dem Verkauf zweier Töchter ausgewiesen. Ohne den Buchgewinn hatte Dyckerhoff netto 30 Mill. € verdient. Gründe für den Ergebnissprung waren dem Bericht zufolge die 2004 vor allem in Deutschland wieder gestiegenen Preise für Zement und Beton sowie das Sparprogramm des Konzerns.

Der Konzernumsatz ging 2004 auf Grund von Veränderungen bei den Beteiligungen und wegen Wechselkursverlusten um neun Prozent auf 1,2 Mrd. € zurück. Für 2005 erwartet Dyckerhoff ein Umsatzplus von fünf Prozent auf knapp 1,3 Mrd. € und ein verbessertes operatives Ergebnis. In Deutschland dürften sich die Preise weiter normalisieren, die Nachfrage nach Zement und Beton werde jedoch erneut sinken, hieß es in der Prognose. In den USA und vor allem in den osteuropäischen Ländern rechnet Dyckerhoff mit Wachstum.

Die Nettoschulden von Dyckerhoff dürften sich nach Angaben des Sprechers Ende 2004 auf etwa 450 Mill. € verringert haben nach 871 Mill. € ein Jahr zuvor. Die im SDax notierte Dyckerhoff-Aktie verlor am Mittwoch in einem kaum veränderten Gesamtmarkt 0,3 % auf 26,40 €.

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