Baustoffkonzerne
Holcim und Lafarge legen Milliarden-Verkaufsliste vor

Die beiden Baustoffkonzerne Holcim und Lafarge haben eine Liste mit Firmen aufgestellt, die im Zuge ihrer Zusammenlegung verkauft werden sollen. Damit reagieren die Konzerne proaktiv auf Auflagen der Wettbewerbsbehörden.
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ZürichDie Zementkonzerne Holcim und Lafarge treiben die Anfang April beschlossene Fusion voran. Um Einwänden der Wettbewerbshüter gegen den Zusammenschluss der Nummer eins und der Nummer zwei der Branche zuvorzukommen, sollen weltweit Firmen im Wert von rund 3,5 Milliarden Euro verkauft werden, wie die Konzerne am Montag mitteilten. Die Verkaufsliste umfasst Geschäfte in sieben Länder Europas sowie in Kanada, Brasilien, Mauritius und den Philippinen.

Die ins Auge gefassten Verkäufe entsprechen etwa zehn Prozent des kombinierten Umsatzes von rund 44 Milliarden Euro. Betroffen sind etwa 10.000 Beschäftigte.

Das künftige Unternehmen Holcim-Lafarge werde nur noch rund 20 Prozent des Konzernumsatzes auf seinem Heimatkontinent erzielen, teilten beide Unternehmen mit. In Deutschland will Lafarge sein Geschäft abstoßen, in Frankreich will sich Holcim weitgehend von seinen Zement- und Betonwerken trennen. In Österreich stellen die Franzosen ihr Zementwerk Mannersdorf zum Verkauf.

Auch das britische Asphaltgeschäft von Lafarge steht auf der Verkaufsliste. Der Chef des deutschen Konkurrenten Heidelberg-Cement, Bernd Scheifele, hatte bereits durchblicken lassen, Interesse an Teilen von Lafarge-Holcim zu haben.

Lafarge-Chef Bruno Lafont betonte zugleich, dass Europa für den fusionierten Konzern wichtig bleibe. Die derzeit weltweite Nummer eins aus der Schweiz und die Nummer zwei aus Frankreich hatten im April angekündigt zu fusionieren. Gemeinsam kommen sie auf einen Umsatz von 32 Milliarden Euro und einen Gewinn von rund 6,5 Milliarden Euro.

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„Die nun veröffentlichte Liste ist vorläufig und nicht vollständig“

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