Bauwirtschaft
Palfinger erwartet besseres Geschäft

Der Salzburger Kran- und Hebesystemehersteller Palfinger sieht die Talsohle erreicht und erwartet eine deutliche Verbesserung des Geschäftes.

HB WIEN. "Das zweite Halbjahr sollte in Summe spürbar besser werden für uns", sagte Palfinger-Chef Herbert Ortner der Nachrichtenagentur Reuters. Das zweite und wahrscheinlich auch das dritte Quartal würden aber noch schlecht ausfallen. 2010 werde es bergauf gehen - vorausgesetzt, es kommt nicht erneut zu einem globalen Crash-Szenario.

Der weltgrößte Anbieter von Ladekränen für Lastwagen gilt als Frühzykliker. "Die Bauindustrie trifft es immer als erste. Das gilt für den Abschwung und auch den Aufschwung." Knapp zwei Drittel des Umsatzes macht das Unternehmen mit der Braubranche. Ein zaghaftes Anziehen der Nachfrage spüre man bereits in den USA. "Im April ist dort der Auftragseingang erstmals nach zwei Jahren wieder steigend, allerdings auf niedrigen Niveau", sagte Ortner. Für 2009 werde unverändert ein Ergebnisrückgang erwartet. Ob unter dem Strich ein Verlust stehen wird, blieb vorerst offen.

"Wenn die Volumen bis zu 25 Prozent zurückgehen, dann werden wir auf Ebit-Basis positiv sein. Bei einem Rückgang von bis zu 35 Prozent wird es uns gelingen, ein positives Ebitda zu erzielen", sagte er. Profitieren will Palfinger von Infrastrukturprojekten der Regierungen. Ortner hofft hier auf die baldige Umsetzung.

Das erste Quartal 2009 zeigt bei einem knapp 33-prozentigen Umsatzrückgang auf 140,4 Mio. Euro unter dem Strich einen Verlust von 4,1 Mio. Euro. Im Vorjahr stand ein Gewinn von 22,2 Mio. Euro. "Unsere Profitabilität ist deutlich besser als von Mitbewerbern. In guten Zeiten haben wir eine Ebit-Marge von 14 Prozent und auch in der Krise halten wir uns besser.

Unser Hauptkonkurrent Hiab hat für das erste Quartal bei einem ähnlichen Umsatz einen viermal so hohen Verlust gemacht und ein bis zwei Wettbewerber haben schon zu gemacht", sagte Ortner. Wann wieder an die "alte Ertragsstärke" angeknüpft werden könne, konnte er nicht sagen. "Eine Marge von 14 Prozent werden wird aber schneller wieder erreichen als früher", sagte Ortner. Derzeit gewinne Palfinger weltweit in allen Produktsegmenten Marktanteile. Ein Vorteil sei auch der finanzielle Spielraum.

"Wir haben einen frei verfügbaren Cash-Bestand von 30 Millionen Euro und offene Kreditlinien von etwa 300 Mio. Euro", sagte der Palfinger-Chef. Daher will Ortner im zweiten Halbjahr aktiv am Konsolidierungsprozess teilnehmen. Palfinger ziele auf kleinere Unternehmen mit einer Umsatzgröße von zehn bis maximal 80 Mio. Euro, schränkte Ortner ein.

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