Bayer-Abspaltung erfolgreich Günstige Rohstoffe machen Covestro die Kasse voll

Genau drei Wochen nach dem Börsengang erfreut Covestro die Anleger mit guten Geschäftszahlen. Obwohl der Umsatz zurückgeht, springt der Gewinn nach oben. Doch eine Prognose der Bayer-Abspaltung steht noch aus.
Die ehemalige Bayer-Kunststofftochter macht deutlich mehr Gewinn. Quelle: AFP
Covestro-Becher

Die ehemalige Bayer-Kunststofftochter macht deutlich mehr Gewinn.

(Foto: AFP)

DüsseldorfDer Börsenneuling Covestro hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient. Der Chemiekonzern gab dank sinkender Preise deutlich weniger für Rohstoffe aus, der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) schnellte um 44,5 Prozent auf 471 Millionen Euro in die Höhe, wie Covestro am Dienstag auf Basis erster Zahlen mitteilte.

Der operative Gewinn (Ebit) legte um 64 Prozent auf 287 Millionen Euro zu. Der Umsatz ging im abgelaufenen Quartal indes um 1,4 Prozent auf 3,02 Milliarden Euro zurück – auch die Verkaufspreise gaben nach. Eine Prognose für das Gesamtjahr will Covestro am 12. November veröffentlichen. Dann legt der Konzern seinen vollständigen Quartalsbericht vor.

„Unsere ersten Ergebnisse als unabhängiges Unternehmen zeigen, dass wir mit unserem Geschäft weiterhin auf Kurs sind“, erklärte Covestro-Chef Patrick Thomas. Covestro fertigt mit knapp 16.000 Mitarbeitern Vorprodukte für die Auto-, Möbel-, Haushaltsgeräte- und Bauindustrie. Die Kunststoffe des Unternehmens finden sich im Schaumstoff von Matratzen, Autositzen, aber auch in Blu-ray-Discs und dem Fußball-WM-Ball. Die ehemalige Bayer-Kunststofftochter hatte am 6. Oktober ihr Börsendebüt gefeiert.

Im vergangenen Jahr kam Covestro bei einem Umsatz von 11,76 Milliarden Euro auf einen bereinigten Betriebsgewinn von 1,16 Milliarden Euro. Umsatz und Ergebnis sollen mittelfristig zulegen, hatte Thomas angekündigt. Bis 2019 plant der Covestro-Chef nach früheren Angaben zudem Einsparungen von 420 Millionen Euro.

Für das Geschäftsjahr 2015 hatte Covestro im Börsenprospekt bereits eine Dividende von 100 bis 150 Millionen Euro angekündigt. Insgesamt sollen künftig zwischen 30 und 50 Prozent des Jahresüberschusses ausgeschüttet werden.

Ein neuer Name für Yahoo
Aus Yahoo wird Altaba
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Der Internetpionier Yahoo will nach dem geplanten Verkauf des Webgeschäfts an den Telekomkonzern Verizon das restliche Unternehmen in Altaba umbenennen. Der Name soll eine Wortschöpfung aus „alternate“ und „Alibaba“ sein. Altaba wird vor allem aus der Beteiligung an der chinesischen Online-Plattform Alibaba und Yahoo Japan bestehen. Zudem wird die derzeitige Konzernchefin Marissa Mayer den Verwaltungsrat nach der Übernahme verlassen. Mayer war es nicht gelungen, das von den Rivalen Google und Facebook an den Rand gedrängte Unternehmen wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Aus Deutsche Annington wird Vonovia
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Deutschlands größter Immobilienkonzern Deutsche Annington hat sich 2015 neuen Namen gegeben und firmiert seitdem unter Vonovia. Hintergrund des Namenswechsels war vor allem der Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Gagfah. Statt der bisherigen Marke in den Farben Rot und Weiß ist das neue Logo nun in Petrol gehalten.

Aus Deutsche Annington wird Vonovia
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Der Name Vonovia, der an „neues Wohnen“ erinnern soll, sei in 17 Sprachen geprüft worden, teilte das Bochumer Unternehmen mit. Dem Immobilienunternehmen gehöre bundesweit rund 370.000 Wohnungen.

Aus Bayer Material Science wird Covestro
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Die Kunststoffsparte des Bayer-Konzerns macht den ersten Schritt in die Unabhängigkeit: Seit dem 1. September 2015 ist der Teilkonzern Bayer Material Science planmäßig unter seinem neuen Namen Covestro an den Start gegangen. Ein Jahr zuvor hatte der damalige Bayer-Chef Marijn Dekkers die Abspaltung des Bereichs und dessen Börsengang bis Mitte 2016 angekündigt. Bayer will sich künftig als sogenannter Life-Science-Konzern ganz auf seine ertragreicheren Sparten Gesundheit und Agrarwirtschaft konzentrieren.

Aus Bayer Material Science wird Covestro
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2014 hatte Covestro mit weltweit gut 14.000 Beschäftigten an 30 Standorten rund um den Globus einen Umsatz von 11,7 Milliarden Euro erzielt. Die wichtigsten Produktionsstandorte in Deutschland befinden sich in Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Brunsbüttel.

Aus GDF Suez wird Engie
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Der französische Energieversorger GDF Suez gab sich 2015 einen neuen Namen. Der Konzern heißt seitdem „Engie“. Damit werde dem Wandel in der Energiebranche Rechnung getragen...

Aus GDF Suez wird Engie
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Der langjährige Chef Gérard Mestrallet verließ nach mehr als 20 Jahren die Spitze des Konzerns und machte Platz für die neue Chefin Isabelle Kocher. Gemeinsam hätten sie die Namensänderung beschlossen. Der Name sei leichter mit dem Geschäft des Unternehmens zu assoziieren: Energie. Es gibt noch zahlreiche andere Beispiel für Unternehmen, die in der Vergangenheit ihren Namen geändert haben...

  • rtr
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