Bayer: Fünf Kassenschlager für ein Halleluja

Bayer
Fünf Kassenschlager für ein Halleluja

Neue verkaufsstarke Medikamente und die Chemie für die Landwirtschaft bescheren Bayer ein Plus. Operativer Gewinn und Umsatz legen um rund fünf Prozent zu. Doch es gibt einen Wermutstropfen.
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LeverkusenBayer setzt mitten im Konzernumbau auf die Zugkraft seiner neuen Medikamente. „Wir haben die Weichen gestellt, die die Zukunft unseres Unternehmens auf lange Sicht prägen werden“, sagte Konzernchef Marijn Dekkers am Donnerstag zur Vorlage der Jahresbilanz in Leverkusen. Im vergangenen Jahr profitierte das Leverkusener Unternehmen vor allem von fünf neueren Kassenschlagern im Pharmageschäft und einer kräftigen Nachfrage nach Chemikalien für die Landwirtschaft.

Der bereinigte operative Gewinn (Ebita) nahm 2014 um 4,9 Prozent auf 8,81 Milliarden Euro zu. Der Überschuss erhöhte sich um 7,4 Prozent auf 3,43 Milliarden Euro. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren, denen Dekkers eine um 15 Cent auf 2,25 Euro erhöhte Dividende in Aussicht stellte. Einen Wermutstropfen gab es aber: Im vierten Quartal brach der Überschuss unerwartet kräftig ein. Hohe Kosten für die Vermarktung der neueren Arzneien und ein Einbruch im Finanzergebnis halbierten den Gewinn.

Für das laufende Jahr rechnet Dekkers mit einem Konzernumsatz von rund 46 Milliarden Euro. 2014 stand ein Umsatzzuwachs von 5,2 Prozent auf 42,24 Milliarden Euro in der Bilanz. Den um Sondereinflüsse bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) will er im unteren bis mittleren Zehner-Prozentbereich erhöhen. „Wir blicken weiterhin optimistisch in die Zukunft“, sagte der Niederländer.

Der Aspirin-Hersteller befindet sich momentan im Umbruch: Dekkers hatte im September einen radikalen Umbau bei Bayer angekündigt. Der Konzern will sich künftig ganz auf die Gesundheitssparte und die Agrarchemie konzentrieren. Das weniger rentable Kunststoff-Geschäft Material-Science soll bis spätestens Mitte 2016 an die Börse gebracht werden. Bis Ende August des laufenden Jahres soll die Sparte rechtlich selbstständig werden.

In der zweiten Hälfte dieses Jahres will Bayer dann entscheiden, ob sie über einen klassischen Börsengang an den Kapitalmarkt geht oder über eine Abspaltung an die Bayer-Aktionäre. Bei der Trennung vom Chemiegeschäft Lanxess vor rund zehn Jahren hatte Bayer den Weg über die Abspaltung (Spin-Off) gewählt.

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