Bayer-Konkurrent
Syngenta mit sattem Umsatzplus

Der Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta hat seinen Quartalsumsatz um sechs Prozent gesteigert und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Gewinnzahlen gibt erst es erst zum Halbjahr.
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ZürichDie ungebremste Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten wie Mais, Weizen und Soja hat dem Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta zu einem schwungvollen Jahresstart verholfen. Der Weltmarktführer profitierte im ersten Quartal unter anderem von einer starken Pflanzsaison in Lateinamerika, wie das Unternehmen am Donnerstag in Basel mitteilte. "Die Stimmung unter den Landwirten ist unverändert gut", erklärte Konzernchef Mike Mack. Die Verkaufserlöse wuchsen im Auftaktquartal binnen Jahresfrist um sechs Prozent auf 4,57 Milliarden Dollar. Sie lagen damit im Rahmen der Analystenprognosen. Gewinnzahlen veröffentlicht das in Basel ansässige Unternehmen nur zum Halbjahr und am Jahresende. Syngenta-Aktien legten zum Handelsstart leicht zu.

"Die dynamische Entwicklung setzte sich im ersten Quartal 2013 fort, auch wenn schlechtes Wetter im März die Aussaat in der nördlichen Hemisphäre verzögerte", sagte Mack. Für das Gesamtjahr rechnet er mit weiter steigenden Umsätzen. An seinen mittelfristigen Umsatzzielen hielt der Konkurrent von Bayer und Monsanto fest. Syngenta hatte diese im September angehoben und peilt jetzt bis zum Ende des Jahrzehnts für die acht wichtigsten Nutzpflanzen eine Umsatzverdoppelung auf 25 Milliarden Dollar an.

Seine Verkaufserlöse in der für den Konzern größten Region Europa, Afrika und mittlerer Osten erhöhte Syngenta im Quartal um zehn Prozent. Hier stach vor allem das Geschäft in den GUS-Staaten heraus. Dazu schoben neue Pflanzenschutzmittel die Geschäfte in manchen europäischen Ländern an. In Italien und in einigen nordeuropäischen Staaten gingen die Umsätze dagegen zurück. Hier machte Syngenta das kalte und feuchte Wetter und ein später Start in die Anbausaison zu schaffen.

In Lateinamerika sei hingegen eine starke Pflanzsaison zu Ende gegangen, erklärte das Management. Vor allem das Geschäft im wichtigen Markt Brasilien brummte, wo die Verkaufserlöse bei Mitteln gegen Schadpilze um mehr als 30 Prozent zulegten. Insgesamt setzte Syngenta im Auftaktquartal in Lateinamerika 14 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. In Nordamerika nahmen die Umsätze angeschoben durch kräftige Verkaufserlöse mit Pflanzenschutzmittteln um sechs Prozent zu. Den langen Winter in der Region steckte Syngenta gut weg. Rund liefen die Geschäfte unter anderem mit Mitteln gegen Unkraut im Maisanbau. Auch neue Produkte zur Saatgutbehandlung trugen zum Anstieg bei.

Wie sich der Rivale Bayer im ersten Quartal geschlagen hat, dürfte in der nächsten Woche klar werden. Der Leverkusener Konkurrent will am 25. April seinen Quartalsbericht veröffentlichen. Der weltgrößte Saatguthersteller Monsanto aus St. Louis hatte unlängst nach einem Gewinnsprung im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2012/13 seine Jahresziele angehoben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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