Bayer-Krebsmittel
Test mit Nexavar schlägt fehl

Der Leverkusener Konzern ließ sein Krebsmittel in Kombination mit einem weiteren Präparat testen. Die zusätzliche Arznei von Astellas Pharma brachte den Patienten allerdings keinen Vorteil.
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FrankfurtDer Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat bei einem Test des Krebsmittels Nexavar in der Behandlung von Leberkrebs nicht die erhofften Ergebnisse erzielt. Die Einnahme des Präparats Tarceva von Astellas Pharma zusätzlich zu einer Standardtherapie mit Nexavar brachte Leberkrebspatienten in der Studie keine Vorteile, wie Bayer am Montag in Berlin mitteilte. Die Astellas-Arznei konnte ihr Leben nicht weiter verlängern. An der Börse hielt sich die Bayer-Aktie dennoch wacker: Sie pendelte in einem schwachen Gesamtmarkt um ihren Schlusskurs vom Freitag

Nexavar ist eines der wichtigsten Präparate des Leverkusener Konzerns. Das Mittel ist bereits zur Bekämpfung von Nieren- und Leberkrebs zugelassen und in mehr als 100 Ländern auf dem Markt. Für diese beiden Therapiefelder traut Bayer dem Präparat in der Spitze Umsätze von 750 Millionen Euro zu. Im vergangenen Jahr setzte Bayer mit der Arznei bereits 725 Millionen Euro um.

An dem Test nahmen 720 Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs teil. Bayer will die Studiendaten auf einem der nächsten Medizinkongresse vorstellen. Leberkrebs ist die weltweit siebthäufigste Krebsart. Bösartige Lebergeschwüre sind die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache. Bayer arbeitet bei dem Leber- und Nierenkrebsmittel mit der US-Biotechfirma Onyx zusammen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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