Bayer prüft Optionen

Dermatologie-Geschäft könnte verkauft werden

Noch sind die Überlegungen in einer frühen Phase, doch offenbar erwägt Bayer den Verkauf seiner Dermatologie-Sparte. Das Vorhaben könnte mehr als eine Milliarde Euro einbringen. Es soll namhafte Interessenten geben.
Die Sparte für Hautkrankheiten ist für mehrere Bayer-Konkurrenten interessant – darunter Allergan, Galderma und Almirall. Quelle: AP
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Die Sparte für Hautkrankheiten ist für mehrere Bayer-Konkurrenten interessant – darunter Allergan, Galderma und Almirall.

(Foto: AP)

Berlin/FrankfurtBayer erwägt einem Medienbericht zufolge den Verkauf seines Dermatologie-Geschäfts. Das Vorhaben könne dem Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern mehr als eine Milliarde Euro einbringen, berichtete die Agentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Die Überlegungen von Bayer seien aber noch in einer frühen Phase, der Konzern könne sich auch noch gegen eine Veräußerung der auf Hautkrankheiten spezialisierten Sparte entscheiden.

Bei Bayer war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu dem Bericht erreichbar.

Bloomberg zufolge könnten sich Nestlés Galderma, Allergan und Almirall sowie Beteiligungsfirmen interessieren.

So verdient Bayer sein Geld
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Bayer HealthCare - Umsatz: 18,92 Milliarden Euro

Die Arzneimittelsparte ist immer noch der größte Umsatzbringer für den Konzern, 56.000 Mitarbeiter sind in dieser Sparte angestellt. Weltweit ist Bayer bekannt für die Schmerztablette Aspirin. Doch auch Tiermedizin (Animal Health), verschreibungspflichtige Arzneimittel (Pharmaceuticals) und medizinisches Gerät wie Blutzuckermessgeräte (Medical Care) werden diesem Unternehmensbereich zugerechnet.

Bayer Bilanz
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Allein 11,1 Milliarden Euro verdient Bayer dabei mit verschreibungspflichtigen Mitteln, Umsatztreiber sind unter anderem das Krebsmittel Nexavar und Betaferon, das bei Multipler Sklerose eingesetzt wird. Die Entwicklung neuer Mittel lässt sich der Konzern einiges kosten. Im Jahr 2013 wurden rund zwei Milliarden Euro in die Forschung investiert.

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Bayer MaterialScience - Umsatz: 11,24 Milliarden Euro

Die Kunststoffsparte des Konzerns macht zwar einen hohen Umsatz, der Gewinn fiel im Jahr 2013 mit 429 Millionen Euro allerdings schmal aus. Darum will sich der Konzern nun langsam aus diesem Geschäft verabschieden. Unterteilt wird die Sparte in die Geschäftsbereiche Polyurethanes, Polycarbonates und Spezialkunststoffe.

Bayer AG
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Hauptsitz von Bayer MaterialScience ist Leverkusen. Allerdings ist die Mitarbeiterzahl der Sparte schon im Jahr 2013 leicht auf 14.300 Mitarbeiter geschrumpft.

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Bayer CropScience - Umsatz: 8,82 Milliarden Euro

Dafür wächst die Agrarsparte von Bayer derzeit rasant und kann allein 2013 einen Gewinn von 2,25 Milliarden Euro ausweisen. Unterteilt wird dieser Geschäftsbereich in Pflanzenschutz, Samen und Umweltwissenschaft.

Hauptversammlung Bayer - Proteste
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Immer wieder gerät der Konzern wegen seiner Forschungen allerdings auch in die Kritik. Tierschützer verlangen von Bayer, in der Forschung künftig auf Tierversuche zu verzichten.

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Bayer Technology Services

Neben den drei großen Sparten des Konzerns betreibt Bayer auch eine eigene Technikabteilung, um technologische Lösungen für Anlagen und Produkte zu erarbeiten. 2.350 Mitarbeiter arbeiten in diesem Bereich.

  • rtr
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