Lange hatte Schering
um seine Unabhängigkeit gekämpft, nun ist das Schicksal besiegelt. Die Aktionäre haben die Umbenennung des Konzerns in Bayer-Schering-Pharma beschlossen und den Beherrschungsvertrag mit Bayer
gebilligt. Mit den restlichen Schering
-Aktien, die noch im Umlauf sind, wird Bayer
wohl kurzen Prozess machen.
HB BERLIN. Die 155jährige Firmengeschichte des Berliner Pharmakonzerns Schering
ist beendet. Die außerordentliche Hauptversammlung in Berlin beschloss am Mittwoch auch formal die Übernahme durch den Bayer
-Konzern. Die Leverkusener halten mehr als 95 Prozent der Schering
-Aktien und können die übrigen Aktionäre zum Verkauf ihrer Papiere zwingen. Der scheidende Schering
-Vorstandschef Hubertus Erlen sagte, er rechne in Kürze mit einem Squeeze-Out. Aufsichtsratschef Giuseppe Vita machte ebenso wie Erlen deutlich, dass das Unternehmen gern eigenständig geblieben wäre. "Wir verlieren unsere Unabhängigkeit unfreiwillig", betonte Vita.
Die Rekordergebnisse der vergangenen Jahr hätten die Konkurrenz auf Schering
aufmerksam gemacht. "Wir sind Opfer unseres eigenen Erfolgs", sagte Vita. Schering
sei bei Bayer
aber gut aufgehoben. Mit dem Zusammenschluss entstehe ein weltweites Pharmaunternehmen mit guten Aussichten. Das geplante Unternehmen Bayer-Schering-Pharma als dann größte deutsche Pharma-Firma soll seinen Sitz weiter in Berlin haben. Allerdings wird mit der Übernahme die Aktie von Schering
, dem einzigen Dax-Unternehmen der Hauptstadt, aus allen Indizes verschwinden.
Die Aktionäre beschlossen die Umbenennung des Konzerns in Bayer Schering Pharma. Auf der Hauptversammlung wurde auch der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Bayer
gebilligt und die Mitglieder des Aufsichtsrats der neuen Gesellschaft gewählt.
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-Vorstände

