Bayer zieht sich zurück
Drei Konzerne ringen um Pfizer-Sparte

Für den Kauf der Gesundheitssparte des US-Pharmakonzerns Pfizer gibt es offenbar drei Favoriten. Experten erwarten nun ein heftiges Bietergefecht.

HB LONDON. Nach inoffiziellen Informationen haben der britische Pharmariese Glaxo Smithkline, der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) sowie der britische Konsumgüteranbieter Reckitt Benckiser die höchsten Angebote abgegeben. Glaxo soll demnach mindestens 15 Mrd. Dollar geboten haben. Die anderen Unternehmen wollten mehr als 14 Mrd. Dollar für die Sparte mit rezeptfreien Produkten zahlen, hieß es aus informierten Kreisen. Die Firmen lehnten eine Stellungnahme ab.

Pfizer hatte die Sparte im Februar zum Verkauf gestellt, um sich auf das Pharmageschäft konzentrieren zu können. Analysten haben den Wert zwischen zehn und 14 Mrd. Dollar taxiert. Die Sparte hat zuletzt 3,9 Mrd. Dollar umgesetzt und operativ 670 Mill. Dollar verdient. "Es ist ein sehr attraktives Geschäft mit einer Reihe von soliden (Marken-)Namen", sagte David Heupel, Portfolio-Manager der Investmentgesellschaft Thrivent.

Ein Kaufpreis von 15 Mrd. Dollar entspricht knapp dem Vierfachen des Jahresumsatzes der Pfizer-Sparte. Das ist mehr, als Reckitt und Bayer zuletzt für ähnliche Geschäfte gezahlt hatten. Bayer und auch Novartis sollen sich aus dem Bieterverfahren um das Pfizer-Geschäft zurückgezogen haben. Auch vom US-Konzern Wyeth war nicht mehr die Rede.

Die Auktion ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Pfizer hatte neben einem Verkauf des Geschäftsteils auch einen Börsengang ins Spiel gebracht.

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