BDI hält Metall-Tarifabschluss für zu hoch
Industrie rechnet mit 1,5 Prozent Wachstum

BDI-Chef Rogowski rechnet für das Gesamtjahr trotz des schwachen Wachstums im ersten Quartal mit einem Plus von 1,5 Prozent. Unterdessen entwickelt sich unter den Metall-Arbeigebern Streit wegen des Tarifabschlusses im Februar.

HB BERLIN. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum von «gut 1,5 Prozent». Das sagte BDI-Chef Michael Rogowski der «Welt am Sonntag» (WamS), wie das Blatt am Sonnabend vorab berichtete. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibe allerdings kritisch, fügte Rogowski hinzu.

Zudem übte Rogowski Kritik an dem Tarifabschluss in der Metallindustrie. Der Abschluss sei «tatsächlich zu hoch», sagte er der «WamS». Viele mittelständische Unternehmen seien hinsichtlich der Lohnkosten überfordert.

Die sächsischen Metallarbeitgeber warfen unterdessen dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall vor, voreilig dem Tarifvertrag zugestimmt zu haben: «Dass dieser Tarifabschluss bereits drei Monate später öffentlich in Frage gestellt werden muss, ist eine Ohrfeige für die Tarifparteien», sagte der Präsident der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie, Bodo Finger, der «WamS». Es dürfe nicht Strategie sein, «nur möglichst Ärger mit der IG Metall zu vermeiden.

Finger reagierte auf Äußerungen von Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser, der angesichts der schwachen Konjunktur eine Anpassung der im Februar verabredeten zweiten Stufe der Lohnerhöhungen gefordert hatte.

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