Beck's, Diebels, Franziskaner
Inbev hat Ertragsprobleme

Der weltgrößte Brauereikonzern erziehlt in Deutschland nur halb so gute Margen wie im in den Nachbarländern, gut läuft nur die Marke Beck's. In Belfast, Manchester und Vancouver hat der Konzern im vergangenen Jahr bereits Brauereien geschlossen. In Deutschland sind jedoch nach Angaben des Unternehmens keine Standorte gefährdet.

HB DÜSSELDORF. „Derzeit gibt es keine Pläne, Brauereien in Deutschland zu schließen“, versicherte Konzernchef John Brock am Mittwoch in Löwen bei Brüssel.

Bezogen auf das verkaufte Volumen sei das Geschäft in Deutschland nur halb so profitabel wie im restlichen Europa. Inbev ist der zweitgrößte Brauer in Deutschland; der Konzern führt Beck's, Gilde, Wolters, Hasseröder, Diebels und seit dem Herbst 2004 auch Spaten, Franziskaner, Löwenbräu, Dinkelacker und Schwaben-Bräu.

Brock äußerte sich zufrieden über das Abschneiden von Beck's. Der Ausstoß legte in Deutschland um 11,2 Prozent zu, während Hasseröder um sieben Prozent schrumpfte. Zu Beck's sagte Brock: „Wir haben drei Preiserhöhungen innerhalb von drei Jahren durchgesetzt.“

Wegen Zukäufen stieg der Marktanteil des Konzerns in Deutschland insgesamt um 2,3 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent. Bereinigt um diesen Effekt ging der Anteil leicht zurück. Beim Unternehmensumbau wurden im vergangenen Jahr in Deutschland rund 100 Stellen abgebaut. Zahlen zu Beschäftigten und Spartenumsätzen in Deutschland wurden nicht genannt.

Brock machte deutlich, dass Deutschland neben China, Russland und Lateinamerika zu den strategischen Märkten für den Konzern zählt. Auf die Frage zu möglichen weiteren Brauereikäufen in Deutschland sagte er: „Wenn sich eine gute Möglichkeit bietet, werden wir einen Blick darauf werfen.“

Inbev schloss im vergangenen Jahr Brauereien in Belfast, Manchester und im kanadischen Vancouver und führt derzeit noch weltweit 114 Bierfabriken. Weitere Schließungen schloss Brock nicht aus. Inbev enstand im vergangenen Jahr aus dem Zusammenschluss der belgischen Interbrew mit dem Flaggschiff Stella Artois und der brasilianischen Ambev.

Der Umsatz wuchs 2004 um über 21 Prozent auf 8,568 Milliarden Euro; das Wachstum aus eigener Kraft betrug 4,3 Prozent. Der Vorsteuergewinn betrug 1,16 Milliarden Euro nach 0,74 Milliarden Euro zuvor. Die Dividende soll auf 0,39 Cent nach 0,36 Cent zuvor steigen. Etwa 30 Prozent der Anteile werden an der Börse gehandelt, der Rest ist in Familienbesitz.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%