Beck's-Konzern will Aktien zurückkaufen
InBev setzt in Westeuropa weniger ab

Der belgisch-brasilianische Brauereikonzern InBev hat in Deutschland und Westeuropa Absatzeinbußen verzeichnet. Besser lief es in Osteuropa und Lateinamerika. Obwohl Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal gestiegen sind, ist Konzernchef Carlos Brito nicht gänzlich zufrieden.

HB LÖWEN. Im zweiten Quartal sank der Absatz in Deutschland im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent, in Westeuropa sogar um vier Prozent, berichtete der Konzern am Donnerstag in Löwen bei Brüssel. Zweistellige Zuwächse in Osteuropa und Lateinamerika gleichen die Einbußen in Westeuropa mehr als aus. Beck's-Bier, das bei InBev als eine internationale Marke geführt wird, legte insgesamt um 13,6 Prozent zu.

Zum weltgrößten Braukonzern gehören in Deutschland unter anderem Franziskaner, Löwenbräu, Hasseröder und Diebels. Unter dem Strich stieg der Überschuss des Konzerns im zweiten Quartal von 394 auf 499 Mill. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie Sonderposten erhöhte sich um 16,5 Prozent auf 1,23 Mrd. Euro. InBev bekräftigte sein Ziel, ein Wachstum aus eigener Kraft über dem Branchenschnitt zu erzielen.

Zudem kündigte InBev an, bis Oktober 2008 eigene Aktien im Wert von 300 Mill. Euro zurückzukaufen. Der Konzern erlöste im zweiten Quartal 3,72 Mrd. Euro nach 3,38 Mrd. Euro vor einem Jahr. Dabei verkaufte der Brauer 68,2 Mill. Hektoliter Bier und Softdrinks nach 60,5 Mill. im vergangenen Jahr.

Unternehmenschef Carlos Brito zeigte sich nicht gänzlich zufrieden mit dem Quartalsergebnis. „Wir haben uns insgesamt verbessert, den Umsatz und das EBITDA gesteigert. Aber wir müssen noch zulegen. Wir haben noch hohe Erwartungen an China und Großbritannien. Dort sind unsere Konkurrenten noch besser als wir.“ Mit mehr als 200 Marken wird der weltweite Marktanteil von InBev auf rund 15 Prozent geschätzt.

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