Begeisterung für A380
Airbus muss A350 nachbessern

Probleme mit dem geplanten neuen Langstreckenflugzeug A350 haben die Feststimmung bei Airbus zum Auftakt der Luftfahrtmesse ILA in Berlin etwas gedämpft. Angesichts prall gefüllter Auftragsbücher und eines hervorragenden ersten Quartals beim Luftfahrtkonzern EADS dominierte aber der Optimismus.

HB BERLIN. Während der Riesen-Airbus A380 am Dienstag bei der größten deutschen Airshow gefeiert wurde, kündigte der Mutterkonzern EADS an, bis Juli über mögliche Änderungen an dem A350 zu entscheiden. Die am Airbus-Konsortium beteiligten europäischen Staaten forderten deutliche Veränderungen, um die Marktchancen zu verbessern. Das teilte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Georg Wilhelm Adamowitsch, nach einem Wirtschaftsministertreffen der Airbus-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien in Berlin mit.

„Es muss Überlegungen zu weniger Spritverbrauch bei größerer Reichweite und zu mehr Bequemlichkeit für die Passagiere geben“, sagte Adamowitsch. Die Minister forderten die Airbus-Ingenieure auf, bis zum nächsten Treffen auf der Luftfahrtshow im britischen Farnboroughh Mitte Juli ein Konzept vorzulegen. Darin sollten die Bereiche Motor, Kabine, Elektronik und Cockpit modifiziert werden, erklärte der Staatssekretär. Es gebe aber keine Überlegungen, „den A350 komplett einzustampfen, sondern er muss so konstruiert werden, dass er am Markt erfolgreich sein kann.“ Der Staatssekretär ist überzeugt, dass das Projekt mit entsprechenden Spezifizierungen durch Airbus ein Erfolg werden kann.

Mit dem Nachfolgemodell für den A330 will Airbus dem Verkaufsschlager Dreamliner 787 seines US-amerikanischen Konkurrenten Boeing Paroli bieten. Ursprünglich hatte Airbus den A330 nur geringfügig modernisieren wollen. Der Erfolg des Dreamliners hatte dann aber dazu geführt, dass der Konzern mit dem A350 ein Modell vorstellte, dass sich fast komplett von seinem Vorgänger unterscheidet.

Nach Angaben von Airbus-Vorstandschef Gustav Humbert werden derzeit bereits Modifikationen an der für 2010 angekündigten A350 geprüft. Mehrere Fluggesellschaften hatten zuvor Nachbesserungen an dem zweistrahligen Mittel- und Langstreckenflugzeug gefordert. „Wir haben die Punkte auf dem Tisch und schauen sie uns jetzt an.“ Er äußerte sich überzeugt, dass das Unternehmen mit dem Projekt nicht scheitern werde, „wir werden eher noch besser“.

Seite 1:

Airbus muss A350 nachbessern

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%