Beginn 2006
China baut neue Schwebebahn-Strecke

China wird laut einem Zeitungsbericht noch in diesem Jahr mit dem Bau einer weiteren Strecke für die Magnetschwebebahn beginnen.

HB PEKING. Dabei werde „einige Technologie“ aus Deutschland zum Einsatz kommen, der Großteil aber in China produziert werden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag unter Berufung auf Aussagen eines Abgeordneten des chinesischen Parlaments. Das Projekt werde umgerechnet rund 3,6 Milliarden Euro kosten und die Städte Shanghai und Hangzhou im Osten des Landes verbinden.

Der am Bau der Magnetschwebebahn Transrapid beteiligte Stahlkonzern Thyssen-Krupp hatte sich am Freitag optimistisch zu dem Projekt gezeigt. „Alle Signale, die wir sehen, sind positiv“, sagte Firmenchef Ekkehard Schulz. Man müsse aber die Freigabe durch die chinesische Zentralregierung abwarten.

Der chinesische Staatsrat hatte beschlossen, die bestehende Flughafenverbindung in Schanghai bis zur Millionenstadt Hangzhou auszubauen. Eine endgültige Entscheidung über die Verlängerung war das aber nicht. Der Transrapid wird von einem Konsortium um Thyssen-Krupp und Siemens gebaut.

Zu Plagiatsvorwürfen gegen China im Zusammenhang mit der Transrapid-Technologie hatte sich Schulz zurückhaltend geäußert: „Es scheint so zu sein, dass einige chinesische Patente sich stark mit unseren überschneiden“, sagte er. Nun werde geprüft, ob Patente verletzt worden seien. Man wisse aber, dass China seit langem an einer eigenen Technologie arbeite.

Da der deutsche Transrapid nur in China im kommerziellen Einsatz ist, war bereits häufiger der Vorwurf laut geworden, China kopiere unerlaubt deutsche Technologie.

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