Beginn der Tarifrunde
Metaller liegen weit auseinander

Zu Beginn der Tarifrunde liegen die Metaller weit auseinander. Die Gewerkschaft hält an ihrer Forderung von 6,5 Prozent mehr Geld fest. Der Südwestmetall-Chef mahnt indes, die Wettbewerbsfähigkeit im Auge zu behalten.
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FellbachZum Auftakt der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie hat die Gewerkschaft ihre Forderung von 6,5 Prozent mehr Geld verteidigt. „Wir haben hervorragende Erträge in der Metall- und Elektroindustrie“, sagte der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann am Dienstag in Fellbach. Die Arbeitgeber lehnten die Forderung als zu hoch ab.

„Wir müssen die internationale Wettbewerbsfähigkeit im Auge behalten“, sagte Südwestmetall-Chef Rainer Dulger. Die IG Metall will für die insgesamt 3,6 Millionen Beschäftigten in Deutschland nicht nur 6,5 Prozent mehr Geld. Zusätzlich soll eine garantierte Übernahme der Auszubildenden sowie eine Mitbestimmung der Betriebsräte beim Einsatz vom Zeitarbeitskräften geregelt werden.

Neben der Tarifrunde in Baden-Württemberg endeten auch die ersten Gespräche im Bereich Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen) und Niedersachsen ohne Ergebnisse. Baden-Württemberg ist ein traditioneller Pilotbezirk, dessen Abschlüsse von den anderen Bezirken meist übernommen werden.

Dulger sagte, neben der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld bereiteten vor allem die garantierte Übernahme von Auszubildenden und die Mitbestimmung beim Einsatz von Zeitarbeitskräften in den Betrieben Probleme. IG-Metall-Bezirksleiter Hofmann erwiderte, es müsse bei allen drei Themen ein Abschluss erzielt werden. Dulger kündigte an, zu gegebener Zeit würden die Arbeitgeber ein finanzielles Angebot machen. Hofmann stellte klar, bereits 2011 habe die Metall- und Elektroindustrie das Niveau vor der Krise 2008 erreicht. Die Inflationsrate habe aber die Einkünfte gemindert.

Trotz der verhärteten Fronten äußerten die Arbeitgeber die Hoffnung auf eine Verhandlungslösung ohne Streiks. „Ich hoffe nicht, dass es dazukommen wird“, sagte Dulger und versuchte zu beschwichtigen: „Die Stimmung ist weder vergiftet noch gestört.“ Sie befinde sich auf normalem Verhandlungsniveau.

In der Metall- und Elektroindustrie läuft am 28. April die Friedenspflicht ab. Danach sind Warnstreiks möglich. Die IG Metall setzte den Arbeitgebern ein Ultimatum. Bis 22. Mai müsse klar sein, ob man zu einer Lösung komme. Danach drohten Streiks. In Baden-Württemberg findet die zweite Runde am 22. März statt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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