Beherrschungsvertrag abgeschlossen
Oetker will Braun und Brunnen-Aktionäre herausdrängen

Die verbliebenen freien Aktionäre des Dortmunder Getränkekonzerns Brau und Brunnen (BuB) sollen wie erwartet zwangsweise abgefunden werden. Deutschlands größter Bierbrauer Oetker legte die Barabfindung fest.

HB DORTMUND. Die Oetker-Tochter RB Brauholding GmbH habe die Barabfindung je Aktie auf 86,38 Euro festgelegt, teilte die Brau und Brunnen AG am Freitag in Dortmund mit. Über den so genannten Squeeze-Out-Beschluss muss noch die BuB-Hauptversammlung abstimmen. Eine außerordentliche Sitzung solle demnächst einberufen werden. Die RB Brauholding hält mittlerweile 96,7 Prozent der Aktien.

Am Freitag wurde ein Beherrschungsvertrag zwischen Brau und Brunnen und der Holding geschlossen. Im Rahmen des Vertrages wird den freien Aktionären bereits vor dem Squeeze-Out-Beschluss eine Barabfindung je Aktie von ebenfalls 86,38 Euro angeboten. Wer bis zum Beschluss mit dem Verkauf wartet, erhält für die Zwischenzeit eine Ausgleichsdividende.

Die Oetker-Gruppe hatte im Frühjahr den Dortmunder Getränkekonzern Brau und Brunnen (BuB) mehrheitlich übernommen. Mit der Radeberger Gruppe (Radeberger, Schöfferhofer, Clausthaler) und Brau und Brunnen (Jever, Tucher, Brinkhoffs) ist Oetker nunmehr der größte deutsche Bierbrauer.

Das so genannte Squeeze Out beschreibt das zwangsweise Herausdrängen von Minderheitsaktionären. Gegen Barabfindungen dürfen Großaktionäre, die mindestens 95 Prozent der Stimmrechte an einer Gesellschaft halten, Kleinanleger ausschließen. Die Höhe der Abfindung richtet sich nach dem durchschnittlichen Börsenpreis und kann vor Gericht in einem Spruchverfahren überprüft werden.

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