Beherrschungsvertrag mit Contitech
Phoenix-Aufsichtsrat stimmt Verschmelzung zu

Der Aufsichtsrat des weltweit viertgrößten Reifenherstellers Phoenix hat der Verschmelzung mit der Continental- Tochter Contitech zugestimmt. Die Phoenix-Übernahme ist damit einen Schritt näher gerückt.

HB FRANKFURT. Der Aufsichtsrat der Phoenix AG habe den Entwürfen eines Beherrschungsvertrags mit der Continental-Tochter Contitech AG zugestimmt, teilte Phoenix am Freitag mit. Am 16. November 2004 solle der Entwurf für den Verschmelzungs- sowie Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Contitech abgeschlossen werden. Zudem habe der Aufsichtsrat der Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung zum 28. Dezember zugestimmt, in der die Aktionäre den Vertragsabschluss beschließen sollen.

Der in Hannover ansässige Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hatte am Donnerstag mitgeteilt, sein Angebot an die verbliebenen Aktionäre des Konkurrenten Phoenix aufzustocken. Den restlichen Phoenix-Aktionären solle eine Barabfindung von 18,89 € je Anteilsschein gezahlt werden, wenn die Verschmelzung mit Contitech abgeschlossen sei. Damit liegt die Offerte fast vier Euro über den 15 € je Aktie, zu denen Conti unlängst die Mehrheit am Hamburger Konkurrenten erworben hatte.

Conti-Finanzchef Alan Hippe hatte die Aufstockung mit der guten Geschäftsentwicklung von Phoenix in den ersten neun Monaten begründet, die den Unternehmenswert in der Zwischenzeit habe steigen lassen. Die Übernahme für Conti verteuert sich damit auf 240 bis 245 Mill. von ursprünglich zu Grunde gelegten 227 Mill. €. Conti hält bereits gut 75 % an Phoenix.

Ende Oktober hatte Conti mitgeteilt, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen Phoenix und Contitech anzustreben. Durch die Verschmelzung von Phoenix und Contitech soll einer der weltweit führenden Spezialisten für Kautschuk- und Kunststofftechnologie entstehen. Conti hatte unlängst von der EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme erhalten.

Die im Deutschen Aktienindex (Dax) geführten Anteilsscheine von Continental gaben bis zum späten Nachmittag um 0,7 % auf 44,04 € nach. Die im Kleinwerteindex SDax notierten Phoenix-Aktien stiegen dagegen um 3,1 % auf 20,7 € und lagen damit über dem gebotenen Abfindungspreis.

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