Bei operativem Gewinn zugelegt
Neue Modelle bringen Renault in Schwung

Der französische Autobauer Renault kommt auf dem Weg zu höherer Rentabilität schneller voran als geplant. Der operative Gewinn stieg im vergangenen Jahr dank neuer Modelle deutlich. Analysten hatten jedoch mit einem noch stärkeren Zuwachs gerechnet und sind auch vom Ausblick des Unternehmens nicht begeistert.

HB BOULOGNE-BILLANCOURT. Der operative Gewinn legte um rund 40 Prozent auf 1,24 Mrd. Euro zu. Dabei wies Westeuropas fünftgrößter Autobauer am Donnerstag eine unerwartet deutliche Verbesserung der Umsatzrendite aus. Renault -Chef Carlos Ghosn zeigte sich zuversichtlich, die Ziele der auf das nächste Jahr ausgerichteten Wachstumsstrategie zu erreichen. Er warnte aber, der Branche stehe angesichts weltwirtschaftlicher Unsicherheiten und dem hohen Euro-Kurs ein schwieriges Jahr bevor. Dennoch peilt Renault ein Absatzwachstum von zehn Prozent an.

Dank des Laguna und anderer neuer Modelle konnte Renault seine Umsatzrendite im vergangenen Jahr auf 3,3 Prozent. steigern. Angepeilt hatte der Konzern 3,0 Prozent nach 2,6 Prozent im Jahr zuvor. Renaults größerer heimischer Rivale Peugeot Citroen hatte am Mittwoch bei einem kräftigen Anstieg des Betriebsgewinns eine Rendite von 2,9 Prozent ausgewiesen.

Die Umsatzrendite steht im Mittelpunkt eines auf mehrere Jahre angelegten Konzernumbaus bei Renault, der mit einer Gewinnmarge von 6,0 Prozent 2009 abgeschlossen werden soll. Zudem will das Unternehmen in diesem Jahr seinen Absatz um zehn Prozent steigern. Dabei setzt Renault vor allem auf seine Kleinwagen Twingo, Clio und Modus und die Nachfrage in Schwellenländern. Während der Markt in Europa 2008 und 2009 wohl schwächele, werde der Absatz in Russland, Brasilien und im nahen Osten wohl kräftig zulegen.

Finanzchef Thierry Moulonguet führte das Plus im operativen Geschäft auf Kostensenkungen, weltweite Absatzzuwächse und das Geschäft mit kleinen Nutzfahrzeugen zurück. Analysten hatten dennoch mit etwas mehr gerechnet. Der Nettogewinn sank auf 2,73 Mrd. Euro von 2,96 Milliarden. Darin enthalten seien Gewinneinbußen aus den Beteiligungen an dem japanischen Renault -Partner Nissan und dem schwedischen Lastwagenbauer Volvo.

Analysten und Anleger zeigten sich von dem Ausblick Renaults allerdings nicht sonderlich überzeugt. Die Renault -Aktie verlor in Paris rund vier Prozent.

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