Bekenntnis zum Standort Deutschland
Claas-Gruppe verdoppelt Ergebnis

Nach der Übernahme der Renault-Traktoren und Investitionen im Osten fährt Europas größter Landtechnik-Hersteller Claas erfolgreich die Ernte ein.

HB DÜSSELDORF. Mehr als verdoppelt hat sich der Gewinn der Claas-Gruppe (Harsewinkel) im Geschäftsjahr 2005 (30.9.). Im Vergleich zu 2004 stieg der Überschuss um 149,8 Prozent auf 54,7 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 12,8 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro zu. Und obwohl die Höhe der liquiden Mittel von 381 auf 501 Millionen Euro wuchs, sehe Claas für die kommenden Jahre ausreichend Wachstumschancen auf den vorhandenen Märkten, sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Rüdiger Günther, am Mittwoch in Düsseldorf.

Zwar will das ostwestfälische Familienunternehmen außerhalb der traditionellen Märkte in West- und Zentraleuropa seine Geschäfte in Osteuropa - vor allem Russland - sowie in Indien und Argentinien ausweiten.

Aber eher abwartend betrachtet Claas neue Märkte wie etwa Brasilien. China werde „genauer untersucht“, sagte Günther. Das sprunghafte Wachstum der vergangenen Jahre werde sich daher nicht fortsetzen, kündigte er an. Er rechne mit einem Umsatzanstieg um sechs bis sieben Prozent im laufenden Geschäftsjahr. Beim Ergebnis plant das Unternehmen langfristig eine Umsatzrendite von sechs Prozent.

Insgesamt stieg der Umsatz im Segment Landtechnik 2005 um 12,5 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro, allein in Westeuropa gab es einen Anstieg um 5,1 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro. In Deutschland stieg der Umsatz gar um 22,4 Prozent. Claas baut zudem Anlagen für die Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie Antriebselemente für Nutzfahrzeuge.

Die Mitarbeiterzahl blieb mit 8134 Beschäftigten annähernd gleich, die Investitionen lagen bei 86,1 (2004: 81,4) Millionen Euro. In den vergangenen Jahren habe Claas mehr als 100 Millionen Euro in Deutschland investiert, sagte Günther. „Wir stehen ganz fest zum Standort Deutschland.“

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