Bekenntnis zum Standort Deutschland
Hansgrohe schwört auf deutsche Mitarbeiter

Der Badearmaturen-Hersteller Hansgrohe setzt auf den Produktionsstandort Deutschland. Die Belegschaft soll im In- und Ausland wachsen.

HB OFFENBURG. Das Unternehmen aus Schiltach im Schwarzwald werde sich weiter auf hochpreisige Qualitätsprodukte konzentrieren, sagte Geschäftsfeldleiter Richard Grohe am Dienstag in Offenburg. „Wir können 50 bis 60 Euro für eine Handbrause verlangen statt der 4,99 Euro bei Nachahmern“, sagte Grohe. Der Traditionshersteller werde weiter mit mehreren Marken das mittlere und obere Preissegment bedienen.

Die Zahl der Mitarbeiter will Hansgrohe nach einem Zuwachs von gut drei Prozent im Jahr 2004 bis Jahresende nochmals um rund sieben Prozent auf weltweit 2885 Stellen aufstocken.

Unter den Negativ-Schlagzeilen um den westfälischen Namensvetter und Hauptkonkurrenten Grohe leide das Tagesgeschäft nicht, sagte Hansgrohe-Vorstandschef Klaus Grohe. Weltmarktführer Grohe aus dem sauerländischen Hemer entlässt unter dem Druck von US-Finanzinvestoren fast 1000 Mitarbeiter in Deutschland.

„Wir stehen nicht unter diesem Druck und genießen Autonomie“, sagte der Hansgrohe-Vorstandschef. Hansgrohe gehört ebenfalls einem US-Unternehmen: Bereits 1984 war im Schwarzwald der Baustoff- und Baumarkt-Lieferant Masco eingestiegen. Seit Ende 2002 hält Masco an Hansgrohe mit gut 64 Prozent die Aktienmehrheit.

Grohe und Hansgrohe waren von Mitgliedern der selben Familie gegründet worden, gehen aber ansonsten getrennte Wege.

In der ersten Geschäftsjahreshälfte verzeichnete Hansgrohe bei einem um sieben Prozent gestiegenen Umsatz von 231 Millionen Euro erneut ein höheres Ergebnis. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) sei mit 17,3 Prozent nahezu konstant zum Vorjahr geblieben. Zum Nettogewinn im ersten Halbjahr wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Im zurückliegenden Jahr habe er rund 60 Millionen Euro betragen, sagte Finanzchef Siegfried Gänßlen.

Der Konsumschwäche in Deutschland begegnet Hansgrohe seit Jahren durch eine starke Präsenz auf den Auslandsmärkten. Rund 75 Prozent der vor allem in Deutschland hergestellten Produkte wie Duschbrausen werden exportiert. Wachstumsmärkte seien der Mittlere Osten und Lateinamerika. In China nimmt der Wettbewerbsdruck den Angaben zufolge inzwischen spürbar zu.

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