Bekleidungshersteller
Gerry Weber steigert Umsatz

Trotz eher verhaltenen Marktes hat Gerry Weber Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2005/06 gesteigert. Dennoch konnte der Bekleidungshersteller aus Halle bei Bielefeld die Erwartungen nicht erfüllen.

HB DÜSSELDORF. Das Modeunternehmen Gerry Weber hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dank der Eröffnung neuer Geschäfte deutlich mehr umgesetzt, blieb aber unter seinem Gewinnziel. Unter anderem hätten höhere Transport- und Logistikkosten das Ergebnis geschmälert, teilte der Konzern aus dem westfälischen Halle am Donnerstag mit. Die im Kleinwerteindex SDax geführten Aktien drehten nach der Firmenmeldung ins Minus und notierten bei 17,51 Euro ein halbes Prozent niedriger.

Nach ersten Berechnungen sei der Umsatz bis Ende Oktober um 12,1 Prozent auf 440,5 Millionen Euro gestiegen. Gleichzeitig eröffnete der Konzern 27 neue Geschäfte und erhöhte damit die Zahl der Filialen von „House of Gerry Weber“ auf 129 Standorte, die zum Teil in Eigenregie oder in Franchise betrieben werden. Der operative Gewinn (Ebit) kletterte 2005/06 auf 40 (Vorjahr: 35,8) Millionen Euro. Der Vorstand hatte ursprünglich eine Ebit-Marge von 10,5 Prozent in Aussicht gestellt, mithin einen operativen Gewinn von rund 44 Millionen Euro. Die Zahlen bilanzierte Gerry Weber erstmals nach den International Financial Reporting Standards (IFRS).

Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte der Vorstand sein Umsatzziel von knapp 500 Millionen Euro und eine weitere Verbesserung des Ergebnisses sowie eine zweistellige Ebit-Marge. Die hohen Auftragseingänge für die Frühjahr-/Sommerkollektion bestätigten die Ziele. Zudem werde Gerry Weber seine Kosten senken; unter anderem durch die Verlagerung seiner Produktion aus dem Raum Hongkong in den Norden Chinas und in osteuropäische Niedriglohnländer. Die Expansion werde weiter vorangetrieben, weitere Filialen von „House of Gerry Weber“ sollen eröffnet werden.

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