Belastung für Bayer
Bereits halbe Milliarde für Lipobay-Vergleiche

Der vom Markt genommene Cholesterinsenker Lipobay ist für den Chemie- und Pharmakonzern Bayer nach wie vor eine Belastung. Das Debakel kostete Bayer bereits mehr als eine halbe Milliarde Euro.

HB LEVERKUSEN. Bisher seien rund 659 Mill. Dollar (573,5 Mio Euro) im Rahmen von außergerichtlichen Einigungen gezahlt worden, teilte die Bayer AG am Dienstag in Leverkusen mit. Damit seien 1 811 Streitfälle beigelegt worden. Die Zahl der anhängigen Klagen stieg ungeachtet der außergerichtlichen Einigungen aber weiter auf 11 459. Die Zulassung US-weiter Sammelklagen sei jedoch im September abgelehnt worden.

Bei jedem Einzelfall würden die Umstände geprüft. Das Unternehmen sei bestrebt, freiwillig und ohne Haftungseingeständnis diejenigen, die durch Lipobay schwerwiegende Nebenwirkungen erlitten hätten, per Vergleich zu entschädigen. Bei der weit überwiegenden Mehrzahl der noch anhängigen Klagen lägen nach bisheriger Kenntnis von Bayer keine schwerwiegenden Nebenwirkungen zu Grunde. Bayer nahm Lipobay vor gut zwei Jahren vom Markt. Das Mittel, das in den USA als Baycol auf dem Markt war, war mit 100 Todesfällen in Zusammenhang gebracht worden.

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