"Belastung für die finanziellen Ressourcen"
Procter & Gamble gegen Sonderprüfung bei Wella

Laut einem Zeitungsbericht steht der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble mittlerweile einer Sonderprüfung bei Wella wegen der Übernahme ablehnend gegenüber.

HB FRANKFURT. „Wir betrachten das als unnötig und als Belastung für die finanziellen Ressourcen“, sagte ein Sprecher von Procter & Gamble der „Financial Times Deutschland“ (FTD) in der Montagausgabe. Der Wella-Vorstand hatte eine Sonderprüfung zu den Vorwürfen der Minderheitsaktionäre im Zusammenhang mit der Übernahme im Auftrag der Hauptversammlung angestrebt.

Wella wird am Dienstag eine außerordentliche Hauptversammlung abhalten, womit der Darmstädter Haarpflegespezialist der Forderung von Minderheitsaktionären nachkommt. Diese sehen sich im Zuge der Übernahme von Wella durch Procter & Gamble (P&G) vom Wella-Management nicht ausreichend vertreten. Einige Vorzugsaktionäre hatten einen Verkauf ihrer Papiere abgelehnt, weil sie die gebotenen 65 € je Vorzugsaktie als zu niedrig ansehen. Die im MDax notierten Wella-Vorzüge verloren zu Handelsbeginn 1,17 % auf 70,11 €.

Auf der Versammlung wollen die Minderheitsaktionäre nun unter anderem den Abschluss eines Beherrschungsvertrages einfordern. Auch sollen die Aktionäre Wella-Chef Heiner Gürtler das Vertrauen entziehen. P&G hatte Wella vergangenes Jahr für rund sechs Mrd. € übernommen, hatte dabei aber nicht die notwendige Schwelle von 95 % für das Hinausdrängen der Minderheitsaktionäre erlangt.

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