Belastung für General Motors
Lass die Finger von Venezuela

Südamerika ist für die Autobauer weiterhin ein extrem schwieriger Markt. Besonders die Währungsturbulenzen machen den Herstellern zu schaffen. Für General Motors wird ein Markt zur Milliardenbelastung.
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DüsseldorfMary Barra ist derzeit mehr Feuerwehrfrau als Konzernlenkerin. Immer wenn sie gerade wieder ein Feuer gelöscht hat, brennt es in einem anderen Teil ihres Autoreichs. Nachdem sie die Folgen eines Millionen-Rückrufs in den USA eingedämmt und den Rückzug aus dem russischen Markt eingeleitet hat, bereitet der General-Motors-Chefin nun ein Land in Südamerika neue Probleme.

Die Wirtschaftskrise in Venezuela hat die Landeswährung Bolivar auf Talfahrt geschickt. Die Sonderbelastungen durch die Abwertung sind für die Opel-Mutter General Motors massiv. Rund 600 Millionen Dollar fallen nach Angaben des Konzerns allein im zweiten Quartal an. Zusammen mit den Belastungen aus dem ersten Quartal summieren sich die Folgen der Währungsturbulenzen so mittlerweile auf rund eine Milliarde Dollar.

Auch der Autoabsatz in Venezuela ist um satte 72,5 Prozent auf 20.000 Fahrzeuge eingebrochen. Ein vollständiger Rückzug wie in Russland ist nach Angaben des Konzerns aber kein Thema. Der Markt sei weiter sehr wichtig für den Konzern, betonen die Verantwortlichen. Doch immer wieder war berichtet worden, dass der Konzern darüber nachdenke, die Produktion im Juli zumindest auszusetzen.

Im ersten Quartal war der Umsatz von General Motors in Südamerika schon um gut 30 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar eingebrochen. Unterm Strich stand ein Verlust betrug 214 Millionen Dollar. Am 23. Juli will General Motors die Zahlen für das zweite Quartal präsentieren. Dann wird Mary Barra klar sehen, welches Feuer sie als nächstes löschen muss.

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