Belegschaft bereits letztes Jahr informiert: Auch Schering ändert Betriebsrenten

Belegschaft bereits letztes Jahr informiert
Auch Schering ändert Betriebsrenten

Die betriebliche Altersversorgung wird bei dem Berliner Pharmakonzern Schering künftig anders aussehen als bisher. Vorgesehen sind feste Beiträge und nicht mehr die Abhängigkeit vom Gehalt.

HB BERLIN. Neu eingestellte Mitarbeiter in Deutschland der Schering AG und der Schering Deutschland GmbH sollen künftig Betriebsrenten nach festen, angesparten Beiträgen erhalten im Gegensatz zur bisher gehaltsbezogenen Regelung.

„Wir wollen hierfür im Jahr 2004 eine neue Betriebsvereinbarung abschließen“, sagte Schering-Sprecher Robert Ungnad am Donnerstag nach einem entsprechenden Bericht der „Berliner Zeitung“. Das alte gehaltsbezogene System werde umgestellt auf eine an einen bestimmten Beitrag orientierte Altersversorgungszusage, fügte er hinzu.

Die genaue Gestaltung des Systems, das für Mitarbeiter ebenso attraktiv sein solle, sei aber noch offen, betonte Ungnad. Ob das neue Betriebsrentensystem allerdings weiterhin zur Gänze vom Arbeitgeber getragen werde, sei ebenfalls noch unklar, sagte Ungnad. Die Regelung solle aber rückwirkend für Neubeschäftigte ab dem 1. Januar 2004 gelten. Bislang erhalten die Schering-Mitarbeiter in Deutschland pro Dienstjahr als Betriebsrente 0,8 Prozent des Durchschnitts der letzten 60 Bruttogehälter vor Abschluss des 60. Lebensjahres.

Die Schering AG beschäftigt in Deutschland derzeit rund 8 000 Mitarbeiter. „Wir wollen den Aufwand für Schering klarer kalkulierbar machen“, begründete der Sprecher die Umstellung. Mit dem alten System sei die Kalkulation der notwendigen Pensionsrückstellungen für Schering schwerer zu ermitteln gewesen. Die Belegschaft sei über die Pläne bereits im vergangenen September informiert worden.

Die Commerzbank hatte in dieser Woche angekündigt, die Betriebsrenten ihrer rund 26 000 Beschäftigten aus Kostengründen zum Jahresende zu kündigen. Der Versicherungskonzern Gerling hat die Betriebsrenten vieler Mitarbeiter zum 1. Januar um 30 bis 50 Prozent verringert. Die Kündigung oder Kürzung von Betriebsrenten durch die Unternehmen stößt in der Politik teilweise auf Kritik.

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