Belegschaft ist noch skeptisch
Opel setzt sich gegen Saab durch

Das Opelwerk in Rüsselsheim hat den Zuschlag für die Produktion neuer europäischer Mittelklasse-Modelle für den US-Konzern General Motors erhalten. Zudem ist die Existenz der deutschen Opel-Werke in Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern bis 2010 gesichert. Das haben Betriebsrat und Management nach einem fünf Monate dauernden Verhandlungspoker in einem „Zukunftsvertrag“ vereinbart.

HB RÜSSELSHEIM. „Wir haben unser Ziel erreicht, die deutschen Standorte wettbewerbsfähig und damit fit für die Zukunft zu machen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Adam Opel AG, Hans Demant, am Freitag am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim. Der Vertrag ist der vorerst letzte Schritt im Rahmen der Opel-Sanierung.

Darin verpflichtet sich der US-Mutterkonzern General Motors (GM) seine drei westdeutschen Standorte besser auszulasten und rentabler zu machen. Betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen sind europaweit bis Ende 2010 ausgeschlossen. Dafür nehmen die Opel- Mitarbeiter Nullrunden und Lohneinbußen hin und akzeptieren flexible Arbeitszeiten bis 40 Stunden pro Woche. Der Vertrag wurde nach einem fünf Monate dauernden Verhandlungspoker unterschrieben.

Der weltgrößte Autobauer hält auch an seiner schwedischen Marke Saab und dem Werk in Trollhättan fest und kündigte eine Erweiterung der Saab-Modellpalette an. Zudem soll der neue Cadillac BLS, der gerade auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert wird, von 2006 an in Trollhättan gebaut werden. „Es geht nicht um Schweden oder Deutschland. Es geht um Westeuropa oder Asien“, sagte der Saab- Vorstandsvorsitzende Peter Augustsson zur GM-internen Konkurrenz mit Opel in Rüsselsheim.

Das dortige Opel-Stammwerk baut laut Vertrag von 2007 an die Mittelklasse von Opel (Vectra) und Saab (9-3), die auf einer gemeinsamen Plattform basiert. Mit jährlich rund 293 000 Fahrzeugen ist das modernste Werk innerhalb des GM-Verbundes gut ausgelastet. Die Produktion in Rüsselsheim sei über die Laufzeit rund 200 Mill. € kostengünstiger als in Trollhättan, sagte GM Europa- Chef Fritz Henderson. Das Entwicklungszentrum werde eine zentrale Rolle im GM-Verbund spielen. Vorstand und Gesamtbetriebsrat gehen davon aus, dass Rüsselsheim die Entwicklung für die neue Kompaktklasse (Astra) erhalten wird. Diese Entscheidung soll erst bis Jahresende fallen.

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