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Cessna wähnt sich über den Wolken

Flugzeugbauer im Höhenflug: Nicht nur die Marktriesen kommen mit der Produktion kaum nach, auch den kleineren Herstellern von Businessjets werden die Maschinen förmlich aus den Händen gerissen. Das US-Unternehmen Cessna verkündete nun nicht nur ein Rekordjahr, sondern auch direkt Gründe für den anhaltenden Aufwind.

MÜNCHEN. Nicht nur Airbus und Boeing haben die Bücher voll, auch die Hersteller kleiner Businessjets erfreuen sich guter Geschäfte. "Wir werden 2007 das absolut beste Jahr der Branche erleben“, sagt Trevor Esling, Marketingchef des US-Flugzeugherstellers Cessna. Das Unternehmen will 380 Businessjets ausliefern, nach 300 Maschinen im Vorjahr. Im kommenden Jahr will Cessna 470 Flugzeuge an die Kunden bringen.

"Wir könnten mehr verkaufen, wenn wir mehr produzieren könnten“, sagt der Cessna -Manager. Dabei sind es in erster Linie die hohen Firmengewinne, die den Herstellern der Jets die Bücher füllen. "Wir sind eine Art Frühindikator für die Weltkonjunktur“, sagt Esling. Derzeit sieht er trotz der Immobilienkrise in den USA keine dunklen Wolken am Horizont. Banken zählten ohnehin kaum zu den Cessna -Kunden.

Im Moment sind in der Branche Lieferzeiten von drei bis vier Jahren üblich. Während die Firmenkunden mit solchen Fristen leben können, verlören solvente Privatkäufer, die rund ein Drittel der Umsätze bestreiten, schon einmal die Geduld. "Für viele unserer Kunden ist der Jet eine Art Sportwagen, den sie sofort haben möchten“, sagt Esling.

Cessna ist seit 1992 Tochter des US-Konzerns Textron. Wurde die Firma zunächst mit kleinen Sportflugzeugen bekannt, so sind es heute die Businessjets mit bis zu zehn Sitzen, die den Löwenanteil des Umsatzes bestreiten. 2006 erzielte Cessna bei einem Umsatz von 4,15 Mrd. Dollar einen Reingewinn von 654 Mill. In diesem Jahr sollen Umsatz und Gewinn um rund zwanzig Prozent steigen. Kurzfristig könnte der Mangel an Ingenieuren und Techniker das Wachstum hemmen. "Die besten Köpfe gehen im Moment zu Airbus und Boeing“, klagt der Cessna -Manager.

Nach den USA ist Deutschland der zweitgrößte Einzelmarkt. Große, mittelständische Firmen sind für Cessna die besten deutschen Kunden. Sie nutzen die Lufttaxis immer häufiger, um über Regionalflughäfen den überlasteten Drehkreuzen in Frankfurt, München oder Düsseldorf aus dem Weg zu gehen. Zudem lassen sich mit den Kleinjets Niederlassungen und Produktionen in Osteuropa oft schneller erreichen als mit Linienmaschinen. Bundesweit will Cessna in diesem Jahr 40 bis 45 Maschinen absetzen.

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