Beliebtes China: Jeder zweite deutsche Manager würde nach China gehen

Beliebtes China
Jeder zweite deutsche Manager würde nach China gehen

Laut einer Studie ist das Boomland beliebter als Indien, Russland und Brasilien.
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DüsseldorfChina ist für deutsche Manager der attraktivste Standort für einen Auslandseinsatz in den BRIC-Staaten. 44 Prozent der Führungskräfte wären offen für eine Entsendung ins Reich der Mitte. Doch nur 19 Prozent können sich vorstellen, vorübergehend für ihren Arbeitgeber nach Indien zu gehen, 33 Prozent nach Russland und 37 Prozent nach Brasilien. Dies zeigt eine Umfrage unter 1 000 deutschen Managern. Durchgeführt hat sie die Beratung EAC, die auf Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) spezialisiert ist. Die Studie liegt dem Handelsblatt exklusiv vor.

Von den Befragten waren 43 Prozent mindestens einmal beruflich im Ausland tätig. "China hat in den Augen deutscher Führungskräfte stark an Bedeutung gewonnen. Sie wissen, dass es große unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten gibt", sagt Daniela Bartscher-Herold von EAC. Auch die Infrastruktur und Versorgung mit deutschen Schulen habe sich verbessert. Hemmend für eine Entsendung bleibt die Sprache.

Deshalb bevorzugen noch immer deutlich mehr deutsche Manager das westliche Ausland als Einsatzort. Österreich und die Schweiz reizen mehr als 90 Prozent. Großbritannien (89 Prozent) ist im fremdsprachlichen Europa am populärsten vor Frankreich (76) und Spanien (66). Für 79 Prozent der Manager kommen die USA in Betracht. "Aus Karriereperspektive aber ist eine erfolgreiche Station in China und anderen BRIC-Staaten deutlich vielversprechender", sagt Bartscher-Herold.

Eine Entsendung in diese Regionen kostet Arbeitgeber jedoch immer mehr, zeigt eine Studie von Mercer. Zu den weltweit teuersten Stationen für Expatriates zählen Moskau (Rang vier) und Hongkong (Rang acht). Selbst São Paulo rangiert bei den Lebenshaltungskosten bereits auf Rang zehn.

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  • Ich bin gerade seit gut 4 Monaten in Bangalore (Indien) und noch 2 Monate habe ich vor mir. Ich bin kein Manager, bin zwecks Auslandsforschungsaufenthalt hier.
    Ich sehne mich schon wieder auf die Heimat.

    Für 2 Wochen Urlaub mag Indien ja ganz schön und nett sein, aber mich bringt so schnell keiner mehr hier her für mehr als ein Meeting (was auf mich zukommt).
    Indien ist (verdammt) dreckig, laut, hab ich dreckig schon erwähnt?, Work-Life-Balance? was ist das? Die Leute sind alle soweit ok, jedoch komm ich nicht auf Dauer mit denen klar.

    Spruch eines "verwestlichten" Inders mit 3 Jahren Frankreich Erfahrung der unbedingt wieder in den Westen will: "In Europe, you can kiss on the street, but not piss. In India, you can piss on the street, but not kiss." Wo er recht hat, hat er recht.

    Indien als Arbeitsstelle, nicht für mich!

    (

  • Aber ein Trostpflaster gibt es! In Asien wird jeder Geschäftsabschluß gebührend im Puff gefeiert.

  • Viel aussagekräftiger über die Beliebtheit wäre die Frage, wieviele der Manager dort WIEDER hingehen würden, nachdem sie einmal dort waren. Da denke ich würde China weit hinten liegen. China ist immer noch eine Herausforderung, Mentalität und Sprache werden für die meisten Manager (die oft genug in der Chefetage auch heute noch haarsträubendes Englisch mit brutalstmöglichem deutschem Akzent sprechen) die Begeisterung an China schnell auf null bringen. Aber mit Rußland und Indien steht natürlich der Hölle auch nur das Fegefeuer gegenüber. Und gegen Brasilien hat wohl die Managersgattin etwas, da sie dort im wahrsten Sinne alt aussehen würde.

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