BenQ Mobile
Kaum noch Hoffnung

Die Chancen auf eine Rettung von BenQ Mobile werden immer geringer. Noch immer ist kein Investor in Sicht. Dabei braucht der Münchener Handyhersteller bis Ende kommender Woche einen Geldgeber, sonst gehen die Lichter aus.

jojo MÜNCHEN. Auch nach mehrwöchiger Suche habe der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Prager keinen Investor für den insolventen Münchener Handyherstellers BenQ Mobile gefunden, sagte am Donnerstag eine Sprecherin des Juristen dem Handelsblatt. Doch es bleibt nicht mehr viel Zeit für die Suche: Bis Ende kommender Woche braucht das Unternehmen einen Geldgeber, sonst gehen die Lichter aus.

Die Sprecherin sagte, dass weiter mit verschiedenen Interessenten verhandelt werde. Doch ob es zu einem Abschluss komme, sei ungewiss. Details zu den Gesprächen wollte die Sprecherin nicht nennen.

BenQ Mobile hat Ende September Insolvenz angemeldet, nachdem die Taiwaner Konzernmutter BenQ die Überweisungen an die defizitäre Tochter in Deutschland einstellte. Deshalb verlieren jetzt 1 900 von 3 000 Mitarbeitern ihren Job. Die restlichen Beschäftigten können weiterarbeiten, falls sich ein Käufer findet. Nach den Plänen Pragers soll sich das Unternehmen darauf konzentrieren, Handys im Auftrag Dritter zu entwickeln.

Die Mitarbeiter können in jedem Fall in eine von Siemens unterstützte Beschäftigungsgesellschaft wechseln. Dort sollen die Menschen in neue Jobs vermittelt werden. Allerdings ist unklar, wie viele Mitarbeiter das Angebot annehmen. Denn wenn sie in die neue Einheit wechseln, dann müssen sie alle Ansprüche gegen Siemens aufgeben. Vergangenes Jahr hatte der Münchener Konzern seine hoch defizitäre Handysparte an BenQ abgegeben.

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