Bereits 93 Prozent gekauft
Investor will Leica übernehmen

Die österreichische Beteiligungsgesellschaft ACM Projektentwicklung will Leica Camera vollständig übernehmen. Der Investor hat auch schon einen Plan, wie es bei dem angeschlagenen Kamerahersteller weitergehen soll und stößt damit auf wohlwollenden Unterstützung beim Leica-Management.

HB FRANKFURT. Mit einem Anteil von etwas über 93 Prozent ist das Unternehmen diesem Ziel schon sehr nahe gekommen, nachdem am Mittwoch die Übernahme eines Paketes von 36,2 Prozent aus dem Besitz von Hermes International abgeschlossen wurde.

Den verbleibenden Leica-Aktionären bietet ACM im Rahmen eines freiwilligen Angebots 12,50 Euro je Stückaktie, wie das Salzburger Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Leica-Vorstand unterstützt das Übernahmeangebot. Der Preis sei fair und attraktiv, kommentierte das Management das Angebot. Zuletzt notierte das im General Standard gehandelte Papier bei elf Euro.

ACM ist schon länger an dem Unternehmen beteiligt und will Leica nach den Worten des ACM-Geschäftsführers Andreas Kaufmann langfristig begleiten. „Leica soll im Wesentlichen bleiben, wie es ist“, sagte der Manager. Die Restrukturierung des Unternehmens, das erst vor kurzem einen Verlust für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres von 4,5 Mill. Euro mitgeteilt hatte, soll weiter gehen. Arbeitsplätze sollten aber nicht abgebaut werden, sagte Kaufmann.

Das Traditionsunternehmen aus dem hessischen Solms hatte den Trend zur Digitalfotografie verschlafen und war dadurch in eine Schieflage geraten. Mit neuen Digitalkameras soll jetzt die Trendwende gelingen. Ende September arbeiteten nach Angaben des Unternehmens etwa 930 Mitarbeiter für Leica.

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