Bereits heute 20% Marktanteil
Singulus setzt auf die DVD-R

Der Spezialanlagenbauer Singulus sieht Potenzial im Bereich der beschreibbaren DVD (DVD-R). Vor allem in diesem Bereich will sich das Unternehmen in den kommenden Jahren engagieren.

HB FRANKFURT. „Im laufenden Jahr haben wir rund 30 Maschinen zur Herstellung der DVD-Rs produziert. Diese Zahl wollen wir im kommenden Jahr mindestens verdoppeln“, sagte Vorstandschef Roland Lacher am Freitag.

Dies entspreche einem Anteil von gut 20 Prozent an den weltweit hergestellten 140 Maschinen. Die im TecDax gelistete Aktie von Singulus schloss mit einem Minus von 1,5 Prozent auf 15,90 Euro. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres setzte Singulus im Bereich DVD-R 17,6 Millionen Euro um, was einem Anteil von 6,9 Prozent am Gesamtumsatz von 255,0 Millionen Euro entspricht.

Im Vorjahreszeitraum hatte der Anteil noch 1,2 Prozent am Gesamtumsatz beziehungsweise 2,6 Millionen Euro betragen. Lacher sagte hierzu, in zwei Jahren könne der Anteil bei rund 25 Prozent oder 80 bis 100 Millionen Euro liegen. Im gesamten Jahr 2002 hatte Singulus einen Umsatz von 290,5 Millionen Euro und einen Gewinn nach Steuern von 36,6 Millionen Euro erzielt. „Wie stark der Markt für die DVD-Rs in den kommenden Jahren wachsen wird, kann ich nicht genau sagen“, ergänzte Lacher. Wachstumsraten von 100 Prozent und mehr seien aber durchaus möglich.“

Singulus produziert vor allem Anlagen zur Herstellung von optischen Speichermedien wie CDs und DVDs. Das Geschäft mit DVD-Anlagen verzeichnet derzeit auf Kosten der CD hohe Zuwächse, die über geringere Speicherkapazitäten verfügt. Bei DVD-Anlagen sieht sich Singulus mit deutlichem Abstand als Weltmarktführer. Singulus investiert auch in Anlagen zur Beschichtung von Halbleiterplatten (Wafer) und Brillengläser, die das künftige Geschäftswachstum absichern sollen. Anfang November hatte das Unternehmen die Gewinnaussichten für das laufende Jahr wegen des schleppenden Geschäfts mit Maschinen zur Herstellung von speicherintensiven DVDs reduziert. In den ersten neun Monaten 2003 setzte Singulus 255 Millionen Euro um und erzielte einen Überschuss von knapp 30 Millionen Euro.

Singulus hatte kürzlich die Übernahme des niederländischen Mastering-Spezialisten ODME angekündigt, um sich damit für die dritte Generation optischer Speichermedien zu positionieren. Mit den eingekauften Technologie-Formaten, Blue-Ray und AOD, könnten extrem speicherfähige Disks für gestochen scharfe Bilder im digitalen Fernsehen hergestellt werden. Zur Marktreife sollen die Technologien in den nächsten zwölf bis achtzehn Monaten gebracht werden. Offen ist im Moment, welche Technologie für die neuen Disks das Rennen machen wird. Während Blue-Ray von Sony und Hewlett Packard unterstützt wird, setzt Toshiba auf AOD.

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