Bergbau-Konzerne
Der Traum vom Superzyklus wird begraben

Die Rohstoff-Riesen melden erstmals seit Jahren durchweg sinkende Gewinne, viele verfehlen sogar die Erwartungen. Nach goldenen Jahren zeichnet sich für die Branche nun eine Trendwende zu mageren Zeiten ab.
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DüsseldorfDie weltweite Konjunkturflaute erreicht die großen Minenkonzerne. Das drittgrößte Bergbau-Unternehmen der Welt, Rio Tinto, erlitt im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang um 22 Prozent. Der Nettogewinn schrumpfte auf 5,9 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Plus von 7,6 Milliarden Dollar.

Als Grund für den Rückgang nennt Rio Tinto fallende Preise für Eisenerz, Kupfer und Aluminium. Zugleich seien die Kosten gestiegen. Analysten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. So erfüllte der britisch-australische Konzern wenigstens die Erwartungen des Marktes.

Die Minenkonzerne weltweit belastet die schwindende Nachfrage aus China. Der Bauboom und der Aufbau der Infrastruktur im Reich der Mitte trieben über Jahre den Bedarf an Eisenerz, Nickel oder Zink sowie an Energieträgern wie Kohle und Öl. Konzerne wie Experten hatten mit einer anhaltenden Nachfrage und damit dauerhaft steigenden Rohstoffpreisen gerechnet.

Doch Chinas Wirtschaft wächst derzeit so langsam wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Das drückt die Preise für die Grundgüter und schmälert die Gewinnmargen der Rohstoffkonzerne. „Traditionelle Rohstoffunternehmen werden eine Reihe von Herausforderungen zu meistern haben, wie beispielsweise steigende Lohnkosten, höhere Projektkosten sowie ein zunehmender Ressourcen-Nationalismus“, sagt Sreejith Banerji, Fondsmanager von Vontobel.

So hat der weltgrößte Eisenerz-Förderer, der brasilianische Konzern Vale, im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch um fast 60 Prozent erlitten. Der Nettogewinn fiel auf 2,7 Milliarden Dollar. Das ist der niedrigste Gewinn seit dem ersten Vierteljahr 2010. Analysten hatten knapp drei Milliarden Dollar erwartet. „Ich habe wirklich Probleme, in der Bilanz irgendetwas Positives zu finden“, sagte ein Branchenbeobachter aus New York.

Deutlich verfehlte auch Anglo American die Erwartungen der Marktteilnehmer. Im ersten Halbjahr fiel der Gewinn um 46 Prozent. Anglo Amercian habe ein „schlimmes“ Halbjahresergebnis vorgelegt, kommentierte Christopher LaFemina, Analyst bei Jefferies International.

Der britisch-südafrikanische Konzern überprüft zudem seine bedeutende Platin-Sparte. Grund: die anhaltend schwachen Preise. Das Edelmetall wird vor allem in der Autoherstellung sowie in der Medizintechnik benötigt.
Einen Gewinnrückgang erlitt auch der Schweizer Bergbaukonzern Xstrata. Der Nettogewinn der Schweizer sank auf 1,9 Milliarden Dollar – eine Milliarde weniger als im Vorjahr. Der Umsatz sank um sieben Prozent auf 15,6 Milliarden Dollar. Aber damit schnitt Xstrata immerhin besser ab als von Analysten erwartet.

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  • Der einzige sinnvolle Kommentar kommt von Bankster. Das übrige Geschreibsel stammt aus der sozialistischen Ecke Neid und Dummheit.

  • Da lob ich mir die Seiten von <a href="http://www.shell.com/">Shell</a>, die so tun, als wär nichts...

  • Bei den Wechselkurs können die Unternehmen in zB. Brasilien oder Australien nicht mehr günstig abbauen . . Die Nachfrage an Rohstoffen aus Russland ist sehr gut .

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