Bericht der "Economic Times"
Neue Spekulationen um Stada-Übernahme

Der indische Generikaspezialist Wockhardt steht nach einem Zeitungsbericht kurz vor einer Übernahme der deutschen Stada oder des kroatischen Konkurrenten Pliva. Auch die deutsche Pliva-Tochter AWD Pharma wird in diesem Zusammenhang genannt.

HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. Die indische Zeitung „Economic Times“ berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Branchenkreise, Wockhard befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen. Eine Vereinbarung mit einem der beiden Unternehmen könne womöglich bald erreicht werden. Hochrangige Manager von Wockhardt, darunter der Firmenchef Habil Khorakiwala, würden kommende Woche nach Europa fliegen, um Dokumente zu unterzeichnen. Stada lehnte am Donnerstag einen Kommentar zu dem Zeitungsartikel ab.

Wie die Zeitung weiter unter Berufung auf Kreise berichtete, könnte auch die deutsche Generikafirma AWD Pharma ein Ziel für Wockhard sein. Die Magdeburger Esparma gehört bereits zu der indischen Branchengröße.

Branchenkreise halten eine Übernahme von AWD Pharma durch eine indische Pharma- oder Generikafirma für durchaus wahrscheinlich. So könne ein Interessent Zugang zu deutschen Produktionsanlagen und dem deutschen Markt erhalten. Die Medikamentenproduktion des Dresdner Generika-Herstellers wird nach Informationen aus Kreisen möglicherweise bereits im Oktober verkauft. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur dpa-AFX am Mittwoch aus mit der Transaktion vertrauten Kreisen. "Wir gehen davon aus, dass noch im Oktober eine Entscheidung über den Verkauf fällt. Eine Absichtserklärung ist aber bisher noch nicht unterzeichnet worden", hieß es in den Kreisen.

Der führende mittel- und osteuropäische Pharmahersteller Pliva hatte das Dresdner Werk 2001 für 50 Mill. Euro von der Degussa gekauft. Pliva will nun die Medikamenten-Produktion wieder verkaufen und nur noch die Marke und die Vertriebsstrukturen behalten. Denn Produzieren lässt sich in den eigenen Fabriken Osteuropas billiger.

AWD Pharma, die Nummer zehn auf dem deutschen Generikamarkt, setzte im letzten Jahr einen knappen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag um. Insgesamt beschäftigen die Dresdner rund 600 Mitarbeiter. In der Produktion sind 250 Mitarbeiter beschäftigt.

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