Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“
Kopper soll hinter Daimlers Absage an VW stecken

Hinter dem klaren Nein von Daimler-Chrysler zu einer Beteiligung an Volkswagen soll Aufsichtsratschef und Ex-Deutschbanker Hilmar Kopper stecken. Das meldet eine Zeitung.

HB FRANKFURT. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schreibt in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf informierte Kreise, Kopper habe sich gegen ein Engagement am Wolfsburger Autobauer ausgesprochen. Die Zeitung meldet weiter, Kopper werden bei seiner ablehnenden Haltung auch persönliche Motive unterstellt. Er werde auf der bevorstehenden Hauptversammlung von Daimler-Chrysler ohnehin viel Kritik einstecken müssen, da der Übergang in der Führung des Automobilherstellers von Jürgen Schrempp auf Dieter Zetsche holprig verlaufen sei. Die diskutierte Überkreuzbeteiligung von Daimler-Chrysler mit Volkswagen könnte ihm als Zickzack-Kurs ausgelegt werden - von der „Welt AG“ à la Schrempp zurück zur „Deutschland AG“.

Die Zeitung schreibt weiter, der designierte Daimler-Vorstandschef Zetsche vertrete eine andere Haltung als Kopper. Zetsche habe sich die Option eines Einstiegs bei VW oder einer Überkreuzbeteiligung bis zuletzt offen gehalten. Als Indiz führt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ an, dass von Zetsche zu keiner Zeit ein klares Dementi gekommen sei. Auch nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“ liebäugelt Daimler weiter mit einem Einstieg.

Europas größter Autokonzern Volkswagen hatte in den vergangenen Jahren mehrmals vergeblich versucht, den Daimler-Chrysler als Großaktionär zu gewinnen. Der Stuttgarter Konzern bestätigte dies am Wochenende erstmals. „Volkswagen hat das Thema in den letzten Jahren mehrfach auf den Tisch gebracht . Dies hat aber zu keinem Ergebnis geführt“, sagte Zetsche in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung. Die Börse hatte verschnupft reagiert.

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