Berichtssaison
US-Firmen präsentieren glänzende Zahlen

Die Bilanzsaison in den USA erreicht ihren Höhepunkt: Allein heute Nachmittag präsentieren mit McDonalds, Merck & Co, Schering Plough, Dow Chemical, Delta Airlines, 3M, AT&T, UPS und Xerox neun Schwergewichte ihre Zahlen für das dritte Quartal. Zu Beginn sorgte Dow Chemical für eine positive Überraschung.

HB OAK BROOK. Die weltgrößte Fast-Food-Kette McDonalds hat im dritten Quartal von einem starken Europa-Geschäft profitiert und mehr verdient als vor einem Jahr. Das Unternehmen, das wegen seiner weltweiten Präsenz als wichtiger Indikator für die Konsumentwicklung gilt, sieht zudem eine Fortsetzung des zuletzt positiven Trends beim Absatz. „Wir haben das vierte Quartal in einer Position der Stärke begonnen“, sagte McDonald's-Chef Jim Skinner am Donnerstag. „Der Verkaufserlös auf vergleichbarer Fläche entwickelt sich zudem auch im Oktober positiv.“

Im dritten Quartal ist der Überschuss um sechs Prozent auf 1,26 Mrd. Dollar geklettert. Beim Umsatz musste das Unternehmen allerdings einen Rückgang um vier Prozent auf 6,05 Mrd. Dollar verkraften. Experten hatten mit einem geringeren Gewinn und einem Umsatz in dieser Größenordnung gerechnet. Die Aktie legte vorbörslich zu.

Der Konzern erwies sich bisher als ein Profiteur der Wirtschaftskrise - auch weil die Menschen bei knapper Kasse eher zu einer Fast-Food-Kette als in teurere Restaurants gehen. Erzrivale Burger King konnte dies weniger gut in Gewinne ummünzen.

Ein starkes Mobilfunkgeschäft hat den Umsatz- und Gewinnrückgang des Telekomkonzerns AT&T im dritten Quartal teilweise auffangen können. „Wir hatten ein großartiges Quartal im Mobilfunk“, sagte Unternehmenschef Randall Stephenson. Auch das Geschäft mit Netzwerk-Lösungen für Geschäftskunden konnte AT&T erneut ausbauen. Die Entwicklung in allen Unternehmensbereichen bezeichnete Stephenson als solide.

Während das klassische Festnetzgeschäft weiter lahmt, boomt das Mobilfunkgeschäft, der Gewinnbringer von AT&T: Im dritten Quartal gewann AT&T zwei Mio. neue Mobilfunk-Kunden hinzu und kommt als Nummer Zwei auf dem US-Mobilfunkmarkt insgesamt auf 81,6 Mio. Mobilfunk-Kunden. Gleichzeitig kündigten weniger Kunden ihre Handy-Verträge.

Die Nachfrage nach den computer-ähnlichen Smartphones sei so stark gewesen wie noch nie, hieß es.. Das iPhone, das AT&T in den USA exklusiv vermarktet, verkaufte sich im dritten Quartal 3,2 Mio. Mal. Die mobilen Datenumsätze stiegen um rund ein Drittel. Entsprechend konnte AT&T auch seinen Umsatz je Kunden (ARPU) bei den Vertragskunden steigern.

Im klassischen Festnetzgeschäft gingen die Umsätze unterdessen weiter zurück. Dem begegnete AT&T mit einem strikten Sparprogramm. Außerdem hofft der Telekomkonzern auf sein Glasfaser-Angebot U-Verse, für das er in diesem Quartal rund 250 000 neue Breitbandanschlüsse verkaufte. Für das entsprechende Internet-Fernsehangebot konnte AT&T rund 240 000 Kunden werben. Der Umsatz je Haushalt konnte dank der werthaltigeren Glasfaseranschlüsse im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent gesteigert werden.

Trotzdem konnte das den Umsatzrückgang des Konzerns nicht aufhalten: Die Erlöse gingen um 1,6 Prozent auf 30,9 Mrd. Dollar zurück. Der Überschuss sank in einer ähnlichen Größenordnung auf 3,2 Mrd. Dollar oder 0,54 Dollar je Aktie. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet, was vorbörslich mit einem Kurssprung belohnt wurde.

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