Berliner BSH-Werk bleibt erhalten
Neue Chance für Weiße Ware in Deutschland

Die Weiße Ware bekommt in Deutschland doch noch eine Chance. Das Berliner Waschmaschinenwerk von Bosch uns Siemens Hausgeräte wird nun doch fortgeführt. Erst vor wenigen Monaten hatte ein anderer Hausgerätehersteller, der schwedische Electrolux-Konzern das Aus für das AEG-Werk in Nürnberg beschlossen.

HB BERLIN. Das Berliner Waschmaschinenwerk von Bosch und Siemens Hausgeräte (BSH) wird nun doch nicht geschlossen. Wenige Wochen vor der geplanten Stilllegung zum Jahresende einigten sich Unternehmensleitung und die Tarifparteien in der Nacht zum Mittwoch auf einen Kompromiss. Er sieht eine Halbierung der Produktion bei einem Abbau von 220 Arbeitsplätzen vor.

Von derzeit 570 Beschäftigten in der Fertigung in Berlin-Spandau werden rund 400 bis Mitte 2010 einen sicheren Job im Konzern haben, 270 von ihnen produzieren weiterhin Waschmaschinen, sagte BSH- Geschäftsführer Robert Kugler am Mittwoch in Berlin. In allen Berliner Standorten werde die Mitarbeiterzahl von 1020 auf 800 sinken. Beide Seiten bewerteten die Vereinbarung als Erfolg.

Damit dürfte nach mehr als drei Wochen auch ein unbefristeter Streik der Beschäftigten für einen Sozialtarifvertrag zu Ende gehen. Dies muss aber noch per Urabstimmung an diesem Donnerstag und Freitag beschlossen werden. IG-Metall-Verhandlungsführer Olivier sagte: „Das oberste Ziel, Arbeitsplätze zu erhalten, ist erreicht.“ Für die etwa 220 BSH-Mitarbeiter, die vor der Entlassung stehen, wird eine Beschäftigungsgesellschaft gegegründet. Sie soll sich um neue Jobs für die Betroffenen bemühen. Über die Details eines Sozialplans muss noch verhandelt werden.

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