Bernd Bischoff
Fujitsu-Siemens-Chef rechnet mit Fortsetzung des Joint-Ventures

Der Chef des Münchener PC-Produzenten Fujitsu Siemens Computers (FSC), Bernd Bischoff, rechnet mit einer Fortsetzung des Gemeinschaftsunternehmens über das nächste Jahr hinaus. „Ich gehe davon aus, dass beide Seiten zu uns stehen“, sagte der Manager im Gespräch mit dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. 2008 wird FSC zehn Jahre alt und der Vertrag zwischen Fujitsu und Siemens läuft aus. FSC kämpft mit einem fallenden Marktanteil und ist im Branchenvergleich wenig profitabel. Deshalb wird schon seit Monaten darüber spekuliert, ob Siemens seinen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen verkauft oder die Partnerschaft mit Fujitsu fortsetzt.

Bischoff sagte, FSC könne mit den Siemens-Bereichen gut mithalten: „Was die Rendite auf das eingesetzte Kapital betrifft – und das ist eine wichtige Messgröße bei Siemens – sind wir sogar besser als unser Mutterhaus.“ Allerdings erhofft sich der Manager noch mehr Unterstützung durch seine Eigentümer, um mehr Rechner zu verkaufen. „Wir diskutieren mit beiden Anteilseignern, wie wir die Volumen erhöhen können.“ Vor allem von Fujitsu verspricht sich Bischoff einen Schub, denn die Japaner vertreiben die FSC-Produkte in Asien und Amerika. Bischoff: „Leider sind das nicht die Stückzahlen, die wir gerne hätten. Aber es wird besser.“ FSC selbst ist vertraglich auf Europa, Afrika und den Nahen Osten beschränkt.

FSC erwartet dieses Jahr wegen der weltweiten Finanzkrise eine eher gedämpfte Nachfrage. Bischoff: „Wir werden Bremsspuren sehen. Trotzdem rechne ich damit, dass die Ausgaben für Informationstechnologie in Westeuropa dieses Jahr um ein bis zwei Prozent steigen werden. In Osteuropa und dem Nahen Osten wird das Wachstum höher ausfallen.“

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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