Beschäftigte machen dafür Zugeständnisse bei Lohn und Sonderzahlungen
Ford verzichtet für zwei Jahre auf betriebsbedingte Kündigungen

Die hochdefizitäre Kölner Ford-Werke AG hat einen weiteren kleinen Schritt auf ihrem Weg zur finanziellen Gesundung gemacht. Management und Betriebsrat haben sich auf ein Paket von Maßnahmen geeinigt, das dem Unternehmen nach Angaben aus firmennahen Kreisen im Jahr Einsparungen von deutlich über 200 Mill. Euro bringen sollen.

hof FRANKFURT. Als Ausgleich für die finanziellen Einbußen der mehr als 27 000 Beschäftigten verzichtet Ford bis Ende 2005 in Deutschland auf betriebsbedingte Kündigungen. „Mit diesen Maßnahmen leisten die Mitarbeiter einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze“, sagte der Ford-Vorstandschef Bernhard Mattes am Montag auf einer Betriebsversammlung in Köln.

Um die dringend nötige Kostenentlastung für den Automobilhersteller zu erreichen – für das vergangene Jahr stand ein Rekordverlust von 1,1 Mrd. Euro in den Büchern –, werden zahlreiche übertarifliche Leistungen gestrichen: Tariferhöhungen werden in diesem Jahr auf übertarifliche Leistungen angerechnet; erst 2005 werden Löhne und Gehälter dann um 2 % erhöht und die im Tarifvertrag auch für 2004 vorgesehenen Einmalzahlungen ausgeschüttet. Zusätzlich wird das Weihnachtsgeld auf Tarifniveau gesenkt.

Ford hatte in Deutschland bereits in den vergangenen Monaten Vereinbarungen über die Frühverrentung von 1250 Mitarbeitern getroffen und erhofft sich daraus ebenfalls ein Einsparvolumen in dreistelliger Millionenhöhe.

Außerdem hat der Chef von Ford Europa, Lewis Booth, angekündigt, die Einkaufspreise deutlich zu senken. Für das Europa-Geschäft will die Ford-Zentrale in Dearborn/Michigan in diesem Jahr nur noch einen Verlust von 100 bis 200 Mill. $ nach einem Minus von 1,1 Mrd. $ im Jahr 2003 akzeptieren.

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